Ortschaftsrat äußerte sich zu notwendigen Investitionen / Bürgermeister Hartmut Baier sieht fünf Ratsmitglieder als zu wenig an

Mechau fordert Geld für Straßen im Ort

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Kinder der Mechauer Tagesstätte „Kleiner Fuchs“ vor dem Gemeindehaus im Ort. Es sei nie ein Dorfgemeinschaftshaus gewesen, sondern ein Gerätehaus mit Funktionsräumen, heißt es.

gü Mechau. „Wir in Mechau machen darauf aufmerksam, dass die Straßen bei uns unbedingt repariert werden müssen. Wir warnen davor, dass es einen Investitionsstau gibt und die Menschen später für einen grundhaften Ausbau als Anlieger zur Kasse gebeten werden.

Sollte das passieren, dann brennt die Luft. “ Ortsbürgermeister Hartmut Baier befürchtet „DDR-Zustände“, weil kaum noch etwas in den Dörfern passiert und der Haushalt zu Arendsee-lastig ist. Und das zu Lasten der anderen Ortsteile. Dinge, die unter den Nägeln brennen, würden dagegen nicht angefasst. Beispielsweise das Problem der Verbindungsstraße zwischen Mechau und Binde. „Wir sind strikt gegen eine Umwidmung von der Gemeindestraße zu dann einem Feldweg, nur um Kosten zu sparen“, sagte Baier gestern im Ergebnis der Ortschaftsratssitzung vom Mittwochabend. Man habe die Verwaltung aufgefordert, eine Kalkulation erarbeiten zu lassen, die aufzeige, wie viel Geld man in die Hand nehmen müsse. „Wenn die Verwaltung das nicht schafft, dann werde ich das allein in die Hand nehmen und einen Planer befragen“, so Baier.

Thema der Sitzung war auch die Kommunalwahl. Mechaus Ortsbürgermeister kritisiert in dem Zusammenhang, dass es zukünftig nur noch fünf Ortschaftsratsmitglieder geben soll. Mit ihm selbst sind es sechs, denn Hartmut Baier bleibt noch bis 30. Juni 2015 Ortschef. „Die Zahl fünf ist festgelegt worden, ohne dass wir darauf Einfluss haben konnten“, sagte er. Mechau werde sich vorbehalten, eine Änderung der Hauptsatzung in die Wege zu leiten. „Wir werden hier aufs Abstellgleis gestellt, bei so wenig Mandatsträgern ist kein Ort mehr voll handlungsfähig, wenn drei fehlen, können wir nach Hause gehen“, schimpfte Baier. Kritisiert wurde auch die „unsägliche“ Diskussion zu den Dorfgemeinschaftshäusern. „Uns wird immer vorgehalten, wir hätten zwei, doch das im Ort ist ein Gerätehaus mit Funktionsräumen, in dem auch einmal die Gemeindeverwaltung untergebracht war“, argumentierte Baier. Das sei nie das Dorfgemeinschaftshaus gewesen. Die ständigen Angriffe aus anderen Dörfern diesbezüglich werde Mechau entgegentreten. Die Situation in jedem Ort sei nach der Wende eine andere gewesen. Mechau habe sich diesen Weg gewählt und sich Immobilien geschaffen, die dem Dorf- und Vereinsleben gedient haben. Und weiter dienen.

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