Keine Mittel für Sanierung der Fahrbahn zwischen Mechau und Binde

Massive Schäden: Straße könnte gesperrt werden

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Die Straße zwischen Binde und Mechau ist in Trägerschaft der Stadt Arendsee. Doch die Kommune kann sie nicht sanieren – nun droht eine Sperrung. Nur Landwirte dürften fahren. 

Arendsee / Binde. Die einstige Kreis- und heutige Gemeindestraße zwischen Binde und Mechau erregt weiterhin die Gemüter. Am Dienstag war es der Bauausschuss, der sich wieder einmal damit befasste.

Aber statt über Mittel zur Sanierung zu debattieren, gehen die Stadträte einen Schritt weiter: Es könnte sein, dass die Straße geperrt wird. Und nur noch als landwirtschaftlichr Weg ausgewiesen wird, damit der Putenzucht-Betreiber seinen Stall und die Landwirte ihre Flächen erreichen. 

 Weil die Straße auch von den Bussen der PVGS genutzt wird, hatte Arendsee immer wieder versucht, den Kreis mit ins Boot zu holen, um die Straße in Ordnung zu bringen. Doch Landrat Michael Ziche hatte immer wieder betont, dass die Straße nicht gebraucht werde, weil es eine gute Verbindung über die Kreisstraße von Ritzleben nach Mechau gebe. „Wir brauchen keine zwei Ortsverbindungen“, hatte er immer wieder betont. Und auf dem Stand waren die Stadträte am Dienstag auch. Und Jörg Benecke, der das Thema noch einmal ansprach, hatte eine Idee: Eine Straßenbaufirma, die gerade in der Region aktiv sei, könnte „doch mal drüberfahren“. „Das haben wir alles abgecheckt, das ist zu teuer“, so Bauamtsleiterin Monika Günther. Eine Lösung, die Straße wieder in einen ordnungsgemäßen Zustand zu bringen, gibt es in Arendsee nicht. Deshalb könnte der Verbindungsweg zwischen Mechau und Binde bald gesperrt werden. Die Verwaltung will prüfen.

Stadtrat Jens Reichardt hatte sich im Ergebnis der Sitzung zum Problem geäußert. „Es ist schon zu kritisieren, dass der Kreis einst der Kommune Arendsee die Straße aufgedrückt hat, ohne sie zuvor noch einmal zu sanieren, obwohl weiter mitgenutzt“, so Reichardt. Denn die Straße sei nicht erst jetzt so katastrophal, sondern schon bei der Übergabe habe es massive Kritik gegeben“, meinte Reichardt. Arendsee hätte seiner Ansicht nach fordernder sein müssen. Nun habe man den Salat, meinte der Stadtrat.

Falls die Straße gesperrt würde, sei das für den Kreis kein Problem, wusste die Bauamtsleiterin. „Die PVGS möchte nur eine rechtzeitige Info, um die Fahrpläne anpassen zu können“, sagte sie. So dürfte das Problem gelöst sein.

Von Harry Güssefeld

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