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Maschinenring Lüchow: Neue Geschäftsführerin, starker Umsatz / Arendseer entscheiden mit

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Von: Jens Heymann

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Die Mitglieder des Maschinenrings Lüchow während der Versammlung im Gildehaus: Christian Bönki (Mitte), Betriebsleiter bei Landwirt Bernd Hartstock aus Kassuhn, wurde erneut in den Vorstand gewählt. Rechts Vorstand Sebastian Krüger aus Binde, dazwischen zwei Reihen im Hintergrund Kassenprüfer Jörg Liestmann aus Dessau.
Die Mitglieder des Maschinenrings Lüchow während der Versammlung im Gildehaus: Christian Bönki (Mitte), Betriebsleiter bei Landwirt Bernd Hartstock aus Kassuhn, wurde erneut in den Vorstand gewählt. Rechts Vorstand Sebastian Krüger aus Binde, dazwischen zwei Reihen im Hintergrund Kassenprüfer Jörg Liestmann aus Dessau. © Heymann, Jens

Es mag im Kern ein wendländischer Verein sein, aber der Maschinenring Lüchow ist seit Jahren auch im Arendseer Gebiet aktiv. Und Arendseer bzw. in der Region Tätige wiederum prägen den Verein.

Lüchow / Arendsee – Diesen Donnerstag stand im Lüchower Gildehaus die 56. Mitgliederversammlung an. Finanzbuchhalterin Christel Tiemann aus Neulingen präsentierte die Geschäftszahlen, Landwirt Jörg Liestmann aus Dessau hatte bereits am Dienstag in der Geschäftsstelle die Kassen des Maschinenrings geprüft und für sauber geführt erachtet. Mit Sebastian Krüger aus Binde sitzt ein junger Landwirtschaftsfachmann im geschäftsführenden Vorstand, und mit Christian Bönki wurde der Betriebsleiter des Kassuhner Landwirts Bernd Hartstock in den erweiterten Vorstand wiedergewählt. Und nicht zuletzt spendete der Maschinenring der Stadt Arendsee eine Sitzgruppe.

Personalien standen bei der Mitgliederversammlung ohnehin im Fokus. Mit Karin Martens führt nun eine langjährige Mitarbeiterin die Geschäfte. Sie stellte dennoch nicht sich, sondern ihr Team in den Vordergrund. Ihr Vorgänger Hauke Mertens, immerhin 20 Jahre eine treibende Kraft des Maschinenrings, war nach AZ-Informationen Ende Januar aufgrund von unterschiedlichen Auffassungen über die weitere Entwicklung ausgeschieden.

„Wir sind im Guten auseinandergegangen. Ich habe ihn eingestellt und wieder entlassen müssen“, erklärte Vorstandsvorsitzender Heinrich Sasse gegenüber der AZ. Er ist wieder Chef des Vereins, nachdem sein Nachfolger und nun Vorgänger, Holger Busse, krankheitsbedingt abgetreten war. Sasse, seit Jahrzehnten eine prägende Figur des Maschinenrings, steht gewissermaßen für Konstanz in ansonsten unruhigen Zeiten. Preisexplosionen auf breiter Front, Trockenheit, Krieg – nichts lasse sich mehr richtig planen, erklärte der Vorstandschef. Auch die nahe Zukunft verspreche keine schnelle Besserung der Lage. Dazu kommt der Verlust des Kartoffelabfuhrgeschäfts mitsamt vier Arbeitsplätzen.

Die Zahlen von Verein und Tochter-GmbH waren „sehr erfreulich“, sagte Karin Martens. Es handelte sich um das bislang stärkste Umsatzjahr – jedoch noch mit dem Kartoffeltransport.

Die 598 Mitglieder verteilen sich auf alle vier angrenzenden Bundesländer. Von Beetzendorf-Diesdorf bis Seehausen ist auch die Altmark kräftig vertreten. Langfristig werde sich die Mitgliederanzahl aber verringern, prognostizierte die Geschäftsführerin. Betriebe schließen sich zusammen, andere hören ganz auf. Ebenfalls interessant: Nur gut zwei Drittel aller Mitglieder hätten im vergangenen Jahr die Leistungen des Maschinenrings in Anspruch genommen.

Die Beiträge und Gebühren sollen 2022 stabil bleiben. Der Verein plant wie immer mit einem geringen Haushaltsüberschuss.

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