Jährliche Überschüsse bis 2022 geplant / Mehr Einnahmen anvisiert

Luftkurort GmbH will in Gewinnzone schwimmen

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Ein Teil des Strandbades mit Seetribüne. Die Luftkurort Arendsee GmbH hofft auf weiter steigende Einnahmen im nächsten Jahr, wie der erste Entwurf des Wirtschaftsplanes zeigt. Dieser wird am Montag ab 19 Uhr öffentlich diskutiert.

Arendsee. Um den ersten Entwurf des Wirtschaftsplans 2019 der Luftkurort Arendsee GmbH, die zu 100 Prozent der Einheitsgemeinde Arendsee gehört, geht es beim öffentlichen Wirtschaftsausschuss.

Ein Blick auf das von der Stadt veröffentlichte Papier zeigt: Das Unternehmen plant nicht nur für das nächste Jahr einen Gewinn von 50.000 Euro.

Bis 2022 soll dies auf jährlich knapp 56.000 Euro steigen. 2018 wird derzeit mit einem Plus von 47.300 Euro gerechnet (2017 knapp 17.300 Euro). Dieses Ziel werde „zu einem Teil durch Preiserhöhungen in einzelnen Bereichen des Betriebes erzielt“. Eine davon hatte Geschäftsführer Michael Meyer im August angekündigt. So soll für die Familienkarte (zwei Erwachsene und zwei Kinder) künftig mehr bezahlt werden. Im Gespräch sind 120 Euro für die gesamte Saison, bisher sind es 75 Euro.

Die Verantwortlichen gehen laut dem neuen Wirtschaftsplan davon aus, dass die Einnahmen im Strandbad mit Parkplatzgebühren 2019 auf 192 000 Euro steigen werden. Für den Super-Sommer 2018 sind 190.000 Euro vermerkt, in der verregneten Saison 2017 waren es rund 115.000 Euro. Beim Campingplatz wird für 2019 von 2000 Euro mehr ausgegangen (insgesamt 322.000 Euro), die Gastronomie soll 83.000 Euro (+3000 Euro) in die Kassen spülen. Bei der Information stehen auf der Einnahmeseite mit städtischem Zuschuss 47.000 Euro (+600 Euro). Beim Schiff „Queen Arendsee“ sollen im Vergleich zu diesem Jahr 15.000 Euro mehr auf das GmbH-Konto eingezahlt werden (175.000 Euro). Insgesamt wird für 2019 mit Einnahmen in Höhe von 830.600 Euro gerechnet.

Die erwirtschafteten Gewinne werden aber wohl nicht als Pacht an die Stadt fließen. Mit ihnen sollen Verluste der Vorjahre ausgeglichen und das Eigenkapital gestärkt werden. Aussagen gibt es auch zum Thema Personal. „Die verschiedenen Bereiche erhalten Unterstützung von Aushilfen und Ferienarbeitern. Die Aufwendungen dafür sind in den Personalkosten mit eingerechnet“, heißt es im erstens Entwurf des Wirtschaftsplans 2019 für die Luftkurort Arendsee GmbH. Auf einen Wachschutz für den Campingplatz werde weiterhin verzichtet. In der Ferienzeit reiche ein Nachtwächter aus, dies habe sich bewährt. Die GmbH wird zudem weiter in der Gastronomie tätig sein. Das Unternehmen bietet diese auf dem Fahrgastschiff und im Strandbad an. Die Einrichtungen auf dem Campingplatz sind verpachtet. Der Kiosk im Strandbad werde von der GmbH betrieben, um eine bessere Versorgung der Gäste speziell in der Vor- und Nachsaison gewährleisten zu können.

Von Christian Ziems

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