Viel Minus, aber auch etwas Stabilität

Luftkurort-Arendsee-GmbH bilanziert Saison von „Queen“, Strandbad und Campingplatz

Attraktionen wie die Wasserrutsche im Arendseer Strandbad standen in der Saison 2021 still.
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Attraktionen wie die Wasserrutsche standen in der Saison still. Mit knapp 24 000 Besuchern im vergangenen Jahr lag das Arendseer Strandbad mit allen Corona-Einschränkungen im Bereich von Schlecht-Wetter-Jahren.
  • Jens Heymann
    VonJens Heymann
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Bevor es vermutlich Ende Januar in öffentlicher Runde (konkret im Eigenbetriebs- und im Wirtschaftsausschuss) mit den Plänen für den städtischen Arendseer Tourismus im Jahr 2022 weitergeht, lohnt sich ein Blick zurück. Sonja Nowak von der Luftkurort-Arendsee-GmbH hat die wichtigsten Zahlen zum Fahrgastschiff „Queen Arendsee“, zum Strandbad und zum Campingplatz zusammengetragen.

Arendsee – Bei der „Queen“ haben sich die Zahlen im Vergleich zu 2020 etwas verbessert. Mehr Gäste, mehr Umsatz – aber trotzdem alles noch auf niedrigem Niveau zu Vor-Corona-Jahren stehen als Fazit. Allerdings konnte das Schiff erst Ende Mai ablegen.

Der fehlende Monat machte laut GmbH-Zahlen 2500 bis 3000 Gäste oder umgerechnet 30 000 bis 50 000 Euro Umsatz (inklusive Bordgastronomie) aus. In den besten Monaten – für gewöhnlich Juli und August – kamen die beiden Pandemiejahre 2020 und 2021 auf lediglich 50 bis 60 Prozent des normalen Gästeaufkommens. Im Oktober, also ganz am Ende der Saison, waren die Zahlen hingegen höher als sonst (knapp tausend Gäste). Da haben es manche nochmal wissen wollen, interpretierte Nowak.

Im Strandbad, für gewöhnlich das Sorgenkind der GmbH, waren die Einnahmen im vergangenen Jahr gar nicht so weit von dem entfernt, was etwa 2017 verdient wurde. Vor nunmehr fünf Jahren herrschte allerdings oftmals schlechtes Wetter, blickte Nowak zurück. Ein Jahr später – in einem „Bombenjahr“ – waren es mehr als doppelt so viele Besucher. Das zeigt, wie wetteranfällig das Badegeschäft ist. Hinzu kamen der niedrige Wasserstand des Sees sowie die abgestellten Wasserspielgeräte. Dem Strandbad fehlten zudem viele Ferienlager-Kinder.

Anders verhält es sich beim Campingplatz. Obwohl fast zwei Monate der üblichen Saison fehlten, erreichten die Übernachtungszahlen das Niveau der Vor-Corona-Jahre. Durch die Konzentration auf eine kürzere Zeit sei allerdings auch die Belastung für die Mitarbeiter groß gewesen, erläuterte Sonja Nowak. Das schloss Corona-Maßnahmen wie Testpflicht usw. mit ein. Auf dem Platz am Harper Weg soll noch mehr Platz geschaffen werden. Die Wohnmobile werden immer größer, heißt es. Manchen Besuchern war der Platz zu primitiv, so die Auswertung; andere schätzten die Bäume und die Nähe zum Wasser.

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