Ein Löschteich als Lösung

Erste Maßnahmen nach Wassermangel bei Thielbeer-Brand

Feuerwehr löscht beim Scheunenbrand in Thielbeer Mitte November
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Die Wasserversorgungsprobleme beim Großeinsatz in Thielbeer Mitte November ziehen weiter Kreise. Ein neuer Löschteich soll daher angelegt werden.
  • Jens Heymann
    VonJens Heymann
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Der Großbrand Mitte November in Thielbeer hat konkrete Maßnahmen zur Folge. In der Ortschaft südlich von Arendsee soll ein Löschteich gebaut werden. Dies wurde am Dienstagabend im Arendseer Rathaus im Zuge des Ordnungsausschusses (auch für Fragen des Brandschutzes zuständig) bekannt gegeben.

Arendsee / Thielbeer – Der Löschteich, so war zu hören, soll notfalls auch ohne Fördermittel in Angriff genommen werden – was die Dringlichkeit verdeutlicht. So seien alle fünf Brunnen in Zühlen und Thielbeer überprüft worden, berichtete Hauptamtsleiter Michael Niederhausen. Davon sei möglicherweise einer zu gebrauchen. Dort soll dann auch der Löschteich entstehen.

Während des Feuereinsatzes beim Scheunenbrand hatte sich gezeigt, dass die örtliche Wasserversorgung unzureichend war. Die Einsatzkräfte mussten später aufwendig Wasser aus umliegenden Orten heranschaffen.

Im städtischen Ordnungsausschuss, der sich zum größten Teil aus erfahrenen Feuerwehrleuten zusammensetzt, stieß die Idee eines Löschteiches für Thielbeer grundsätzlich auf Zustimmung. Jörg Liestmann (Fraktion Arendsee-Land / Freie Liste) wunderte sich über die seiner Meinung nach hohen Kosten von rund 45 000 Euro. Ein ähnliches Vorhaben in Dessau sei wesentlich günstiger bewerkstelligt worden. So könne der Grubenaushub etwa gleich als Wall mitgenutzt werden.

Ein zweites Problem des Thielbeer-Einsatzes soll aus der Welt geschafft werden. Die Schlösser zu den Löschteichen eines Bereichs sollen alle mit einem Zentralschlüssel aufschließbar sein. Dann müsste nicht mehr aufgebrochen oder ein Bevollmächtigter herangeholt werden.

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