Neulingens Pastorin Marita Klein geht in den Ruhestand / Energiesparlampe für die Nachfolgerin

Licht im Pfarrhaus erlischt

Stendals Superintendent Michael Kleemann (v.l.) und die neue Arendseer Pastorin Sandra Trottner verabschiedeten Neulingens Pfarrerin Marita Klein in den Ruhestand. Sandra Trottner übernimmt einige der Orte des Neulinger Kirchspiels. Fotos (2): Schwarz

swz Neulingen. Alle Plätze der Neulinger Dorfkirche sind während der Verabschiedung von Pastorin Marita Klein besetzt gewesen.

Freunde, Bekannte, Amtsbrüder aus den umliegenden Pfarrgemeinden und natürlich auch Gottesdienstbesucher verabschiedeten die Pastorin in den Ruhestand zum Monatsende.

Gitarrenschüler und viele Gottesdienstbesucher nahmen am Abschiedsgottesdienst von Marita Klein in der Neulinger Kirche teil. Viele nutzten später die Gelegenheit für persönliche Dankesworte.

Wie die Pfarrerin in ihrer Abschiedspredigt sagte, brannte über 360 Jahre Licht im Neulinger Pfarrhaus, das nun durch ihren Ruhestand und der Kirchengemeindereform erlöschen wird. Sie erinnerte sich daran, dass dieses Licht freudige Ereignisse wie Taufen oder Hochzeiten sah, aber auch in schweren Stunden Trost für die Hinterbliebenen spendete. „Früher kannte der Pfarrer alle Einwohner seines Ortes und wusste über ihre familiären Verhältnisse oft gut bescheid. Diese Nähe zu den Menschen gilt es zu erhalten“, betonte Marita Klein. Besonders freute es die Pastorin, dass die neue Arendseer Pastorin Sandra Trottner den Neulinger Bereich mit übernehmen und betreuen wird. Als Zeichen der Übergabe schenkte ihr Marita Klein eine Energiesparlampe. „Diese braucht etwas Zeit, um richtig hell zu leuchten, entwickelt dann jedoch ihre volle Leuchtkraft und brennt länger als Glühbirnen“, meinte sie bei der Übergabe.

Superintendent Michael Kleemann teilte den Anwesenden noch einige interessante Zahlen zur scheidenden Neulinger Pastorin mit. So habe sie offiziell 11 831 Tage in ihrem Amt gearbeitet. Dies entspricht 32 Jahren, fünf Monaten und einem Tag. Er erinnerte daran, dass Marita Klein bereits vor ihrem Amtsantritt am 14. Dezember 1980 Neulingen kennen lernte. Als Vikarin war sie in Losse tätig und wurde dann von den damaligen Kirchenratsmitgliedern für das Pfarramt in Neulingen geworben.

Im Namen des Kirchenrates bedankten sich Sabine Müller und Axel Tiemann für die Zusammenarbeit. Tiemann wusste noch zu berichten, dass Marita Klein schon vor ihrer Amtseinführung einen Gottesdienst leitete, da der Pfarrer im Schneesturm stecken geblieben war. „Ihr Einzug war etwas Besonderes“, erinnerte sich Axel Tiemann, „Es ist selten, dass erst die Möbel und dann die Bewohner kommen.“

Nach dem Gottesdienst nutzten Freunde, Wegbegleiter und Bekannte die Gelegenheit, sich persönlich bei Marita Klein für die Arbeit zu bedanken.

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