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Leuchtturm für Arendsee steht im Ideen-Katalog

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Von: Detlef Güssefeld

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Leuchtturm am Arendsee: Eine Idee, die sich in die lange Liste der Wünsche eingeordnet hat. Ein Stadtrat kann sich vorstellen, dass so ein Turm in privater Regie, als Wohnhaus, umgesetzt werden könnte. © Harry Güssefeld

Wenn es um Ideen geht, ist Arendsee ganz vorn mit dabei, vor allem bei greifbaren Dingen, die sichtbar für die Arendseer und ihre Gäste sind. Was wollte man in der Seestadt nicht alles schon umsetzen – eine Seepromenade mit Lampen von der Bleiche bis zum Strandbad, eine Buswendeschleife an der „Queen“-Anlegestelle, eine Bungalowsiedlung mit Baumhäusern, einen Kletterpark.

Arendsee. Das alles waren oder sind Ideen – Realität dagegen sind Rückbauten wie der Abriss der einst gefeierten Seetribüne. Doch das Träumen in Arendsee geht weiter: Vor Jahren war bei der Initiative „Aktiv für Arendsee“ (AfA) die Idee eines Leuchtturmes aufgekeimt – in den traditionellen Farben Rot und Weiß, die zugleich die Stadtfarben Arendsees sind. Ein Gewässer, an dem ein Leuchtturm sein Licht in der Dunkelheit über den See schickt.

Inwieweit die Behörden darin vielleicht eine Störung der Nachtruhe der Maränen sehen, das war damals kein Thema. Die Idee verschwand in der Versenkung, doch inzwischen gibt es vor allem im Zusammenhang mit der Diskussion um einen Neuaufbau des Tempels auf dem Nagel-Gelände am See wieder Überlegungen, welche Art Bauwerke am See sinnvoll sind.

Alle Investitionen haben ein gemeinsames Problem: Sie müssen finanziert werden – der Nagel-Tempel ebenso wie ein Leuchtturm. Der Gustav-Nagel-Förderverein hat jüngst seine Ideen vorgestellt und die Stadt darauf vorbereiten wollen, einen Teil der Investition, sollten ausreichend Fördermittel zur Verfügung stehen, zu übernehmen. Das hatte für Diskussionen gesorgt, auch, weil das Geld knapp ist und viele Ortsteile dringend Investitionen benötigen.

Ist ein Tempelhaus in Arendsee zeitgemäß? Für Stadtrat Jens Reichardt schon, wenn der Verein die Investition allein stemmen könnte. Er würde sogar begrüßen, dass der Verein die noch stadteigene Fläche in Erbbaupacht übernimmt und dadurch auch Mittel akquirieren könnte.

Doch ein Leuchtturm? Die AfA hatte sich damals noch keine Gedanken darüber gemacht, wie man das Projekt umsetzen könnte. Aber dass die Idee überlebt hat, zeigt, dass man sich ein solches Objekt am See vorstellen kann Doch wie finanzieren? In Zeiten klammer Kassen das Projekt umzusetzen, würde wohl keine Mehrheiten finden. Die AZ sprach dazu mit Stadtrat Jörg Benecke: Dessen Vorschlag ist, sofern das Vorhaben generell positiv betrachtet werden würde, ein Leuchtturm in privater Regie – als Wohnhaus. Da wäre die Stadt aus der Pflicht und dennoch würde es einen Leuchtturm am See geben. Einzige Bedingung: Abends soll der Turm sein Licht über den See werfen. Vorausgesetzt: Die Maränen im See werden nicht gestört. Aber das könnten ja Fachleute in Erfahrung bringen.

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