Probleme mit der Schikane

Leppins Bürger erleben täglich Raserei und Verstöße von Autofahrern

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Diese Autofahrer verhalten sich im Bereich Leppin entsprechend der Regelung. Das ist nicht immer so. 

Leppin – Die Straßenführung am Ortseingang Leppins aus Richtung Arendsee war einst gebaut worden, um die Geschwindigkeit der Fahrzeuge zu drosseln und das Rasen zu verhindern. Doch lange ist klar, dass sich das Gebilde – die sogenannte Schikane – als gefährlich erweist.

Vor allem deshalb, weil sich Fahrzeugführer nicht an die Verkehrsführung halten.

Klar sollte sein, dass die Fahrzeuge aus Arendsee die rechte Fahrspur nutzen, also um die Verkehrsinsel herumfahren müssen. „Das machen aber nicht alle“, beobachten Otto und Karin Pierau schon lange. Da seien die Raser, die aus Arendsee kommend die linke Fahrspur benutzen, um schneller zu sein. „Kreuzgefährlich“, so Otto Pierau. Denn an einen Fall kann er sich erinnern: Ein Lkw befuhr die rechte, richtige Spur, und ein Auto kam hinter ihm und nutzte die linke Spur. Es kam zum Beinahe-Crash. „Das waren Zentimeter“, so der Leppiner.

Während der jüngsten Ortschaftsratssitzung in Leppin war Raserei innerhalb der Ortslage deshalb Thema. Es wurde sogar eine Blitzeranlage – fest installiert – gefordert. Kann so etwas in Leppin aufgestellt werden?, wollte die AZ wissen. Hauptamtsleiterin Anja Schrader kennt das Problem und hat bereits Kontakt zu Osterburg und Stendal aufgenommen. In Erxleben stehen zwei Säulen und in Buchholz bei Stendal ebenfalls. Alles Anlagen an der B 189. „Ich bin dabei, in Erfahrung zu bringen, ob das auch in Leppin möglich ist“, sagte sie gestern auf Nachfrage. Ob es zu einer derartigen Anlage kommt, ist deshalb noch offen. Dass die Leppiner sich eine solche Blitzersäule wünschen, weiß sie.

Scheinbar reicht die Geschwindigkeitsbegrenzung innerorts von 50 km/h allein nicht aus. „Die sind alle schneller“, glaubt Otto Pierau. Im Gespräch mit der AZ kommt auch kurz das Thema Binde auf. Dort gelten im Zuge der B 190 innerorts 30 km/h. „Das ist einfach zu wenig, 50 hätte man lassen und auch überwachen können. Wie es immer getan wurde“, sagt der Ex-Polizist.

Dass die B 190 im vergangenen Jahr saniert wurde, freut ihn. „Das Rollgeräusch der Fahrzeuge ist geringer geworden“, erzählt er. Dass durch die Umfahrung der Baustelle über den Gehweg Schäden an diesem entstanden sind, bleibt gestern auch nicht unerwähnt.

VON HARRY GÜSSEFELD

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