Drei Mini-Shettys unterstützen Manfred Lange bei der Rasenpflege

Ein Leppiner und seine freundlichen Damen

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Manfred Lange aus Leppin war gestern mit seinen Ponys an der Dorfstraße präsent. Sie sind seine lebenden Rasenmäher und seine ganze Freude. Im Hintergrund streichelt sein Kumpel Michael Törmer die schwarze Deerle.

Leppin. Die Autofahrer fahren langsamer, Bekannte grüßen oder kommen auf einen Plausch vorbei – Manfred Lange und seine drei Ponys sorgen für eine freundliche Atmosphäre gestern Morgen in der Ortslage Leppin. Die Pferde sind seine Rasenmäher.

Und das nicht nur auf dem kleinen Rasenstück vor seinem Haus, sondern, wie er erzählt, auf dem gesamten Grundstück. 

„Früher hatte ich Schafe und Ziegen, die habe ich abgegeben“, so der 76-Jährige. Warum, fragt die AZ. „Die Pferde bestimmten früher das Leben in unserer Familie. Und ich habe mich wieder, wenn auch spät, dieser Sache erinnert und wollte noch einmal welche haben“, erzählt der Leppiner der AZ, während er während des Gespräches das Laubharken einstellt – als Rentner kann man sich das leisten – und die Pferde weiterhin hinter ihm das Gras kurzhalten.

Am Haus ist die Liebe zum Pferd deutlich sichtbar. Am Postkasten sind Pferde sichtbar, und am Hoftor. „Den Postkasten habe ich beim Pferdemarkt in Havelberg erstanden“, freut sich der Senior. Und er erzählt, dass er die kleine Stute mit Namen Stella ebenfalls in Havelberg erworben hatte. „Die Besitzerin verkaufte das Pony mit dem Hinweis, dass es vielleicht trächtig ist“, erinnert sich der Pferdefreund. Und Tatsache: Die 16-jährige Stute bekam ein Baby, es erhielt den Namen Alina. Die Kleine ist bereits anderthalb Jahre jung.

Und zu der kleinen Pferdefamilie gehört noch Deerle, eine Adlige aus Holland. Sie ist elf Jahre alt. Und besitzt schwarzes Fell. „Die Tiere machen mir solchen Spaß“, erzählt der Besitzer. Und sein Kumpel Michael Törmer, der gerade zu Besuch ist, kann selbst sehr gut mit den Tieren umgehen. Man kennt sich eben. Natürlich sind nicht nur die Pferde-Damen der Lebensmittelpunkt des Rentners. Da ist noch seine Frau, betont er. Die ihn lieb umsorgt. „Ich genieße meinen Ruhestand. Nach den turbulenten Jahren bei Geophysik und Erdgas und der damit verbundenen Montage ist das ruhige Leben ein Genuss“, sagt Manfred Lange. Und harkt weiter Laub. Und seine Pferde grasen.

Von Harry Güssefeld

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