Ortsbürgermeister will mehr Leben in Dörfern

Wünsche für Leppin, Harpe und Zehren

Eine Straße in Zehren.
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Zehren, das zur Ortschaft Leppin gehört, ist außerdem ein Ortsteil der Stadt Arendsee.

Noch herrscht Ruhe in Leppin, Zehren und Harpe. „Ich wünsche mir, dass mit dem Höherstehen der Sonne wieder mehr Leben in die Orte einzieht“, sagt Leppins Ortsbürgermeister Otto Benecke.

  • Sanierungsarbeiten an Dorfgemeinschaftshäusern gefordert
  • Leppin für festen Blitzer an der Bundesstraße
  • Keine Zukunft ohne schnelles Internet

Leppin – Die AZ hatte Leppins Ortsbürgermeister Otto Benecke gefragt, welche Wünsche und Hoffnungen er für seine Dörfer hat. Dass es keine Versammlungen gibt und derzeit auch keinen Haushalt, bremst seiner Ansicht nach die notwendigen Impulse. Um aktiv werden zu können, brauche man den Haushalt.

Die drei Orte in seinem Verantwortungsbereich haben immer wieder Probleme mit der Straßenbeleuchtung. Otto Benecke fordert eine Lösung, denn einige Leuchten haben seiner Aussage nach keine Leuchtkraft mehr. Probleme gibt es bei den Aus- und Einschaltzeiten.

Das Dorfgemeinschaftshaus müsse unbedingt einer Sanierung unterzogen werden. Es sei ein Haus, das überdurchschnittlich gut genutzt wird. Aber der Zahn der Zeit nage. Feuchtigkeit sei ein Problem – das Bauamt in Arendsee kenne die Schäden. Die Gerätehäuser in Leppin und Zehren haben Sanierungsbedarf, so Benecke.

„Wie auch in anderen Ortsteilen darf die Pflege der ausgebauten ländlichen Wege nicht vernachlässigt werden“, macht der Ortschef deutlich. Der Aufwand werde größer, je länger man wartet. In dem Zusammenhang wird an das Beschneiden der Gehölze und die Pflege der Bankette erinnert. „Gepflanzte Bäume sollten besser gepflegt werden, vielleicht sind ja auch Patenschaften möglich“, so die Überlegungen.

So habe Harpe eine schöne Lindenallee mit einem alten Baumbestand, der erhalten werden soll – doch er müsse gepflegt werden. Und Rotdornbäume, die nicht regelmäßig verschnitten werden, würden kein schönes Bild abgeben. Die Harper wünschen sich zudem, dass die Dorfstraße auf der Sommerwegseite mit Splitt aufgefüllt werden sollte. In Zehren, so gibt es eine Zusage, wird die Dorfstraße teilsaniert.

Der Ortschaftsrat Leppin favorisiert das Aufstellen eines fest installierten Blitzgerätes an der B 190“, so Otto Benecke. Damit soll die Sicherheit erhöht und der Lärm minimiert werden.

Im Gespräch mit der AZ verweist der Ortsbürgermeister auf die mangelnde Wasserversorgung auf dem Friedhof in Harpe. Er hofft aber, dass noch in diesem Jahr das Problem durch den geplanten Anschluss an das zentrale Wasserleitungsnetz behoben wird. Das Radwegenetz muss aufgewertet werden, macht Benecke deutlich. Schilder müssten erneuert werden, Bänke – vielleicht auch mithilfe von Sponsoren – aufgestellt werden. Und wenn in Leppin das Radwegenetz angesprochen wird, dann wird auch die Forderung nach einer Anbindung Richtung Seehausen laut. Den Radweg im Zusammenhang mit dem Bau der B 190 n zu sehen, findet man in Leppin falsch. Denn da bewege sich nichts.

„Einen kleinen Teil unserer Dorfgeschichte konnten wir auf Initiative eines Einwohners jetzt am Kriegerdenkmal präsentieren. Dort steht der Wellkopf der einst ursprünglich in Leppin vorhandenen Mühle. Daran waren ursprünglich die Flügel der Mühle befestigt“, erklärt Otto Benecke. Durch die angebrachte Infotafel könne sich jeder informieren.

Zukunft ohne Internet, ohne ein schnelles Internet, gehe nicht. Und deshalb schaue man auf die Initiativen des Breitbandausbaus mit viel Hoffnung. Denn junge Leute und Gewerbe würden nur in Orten bleiben, in denen es schnelles Internet gibt.

Wir auf den Dörfern sind kein Anhängsel.

Leppins Ortsbürgermeister Otto Benecke

„Wir auf den Dörfern sind kein Anhängsel. Wir sind ein wichtiger Bestandteil der Einheitsgemeinde“, so Benecke. Der Verwaltung als zentrales Bindeglied komme eine wichtige Bedeutung zu.

„Ich will auch die Vereine nennen, die in dieser schwierigen Zeit Probleme haben. Sei es die Frauengruppe, der Radfahr-Verein oder die Seniorenfrauengruppe, die sich regelmäßig zu Spielenachmittagen trifft. Alle sind traurig, dass alles ruhen muss“, weiß der Ortsbürgermeister. Es fehlten auch die kleinen Feste im Ort. „Die Einwohner der drei Orte sehnen sich danach“, hieß es.

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