Aufruf in Sachen Gestaltungsideen trifft bisher nur auf eine geringe Resonanz

Leere bereitet Sorgen

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Die leeren Schaufenster im einstigen Rossmann-Laden können gestaltet werden – der Besitzer hat zugestimmt.

Arendsee. Drei Hauseigentümer bekamen Post von Norman Klebe – nur einer hat sich bisher gemeldet. Der Bürgermeister möchte von den Besitzern das Einverständnis, die leeren Schaufenster gestalten zu dürfen. Hintergrund: Etliche Läden werden in der Innenstadt nicht mehr genutzt.

Nur bei wenigen wurden die verwaisten Schaufenster gestaltet – bei den übrigen herrscht Leere. Da es offensichtlich an Interessenten mangelt, prägen Schilder mit der Aufschrift „Zu vermieten“ diesen Bereich der Einheitsgemeinde. Um die Attraktivität zu steigern, gab es seitens der Stadt einen Aufruf (AZ berichtete). Gesucht werden Ideen, wie sich die Leere ausfüllen lässt. Doch nur wenige Arendseer beteiligten sich daran. „Kaum jemand hat sich bei uns gemeldet“, unterstrich René Brandt von der Touristinfo.

Das Stadtoberhaupt setzt sich trotzdem weiterhin für eine Gestaltung ein. „Ohne die Einwilligung der Besitzer können wir nichts machen“, schränkte Norman Klebe aber ein. Doch der Eigentümer des Hauses an der Friedensstraße, in dem einst die Drogeriekette Rossmann ein Geschäft betrieb, ist mit der Stadt inzwischen in Kontakt getreten. „Wir haben von ihm das O.K.“, unterstrich Norman Klebe gestern. Er ist nun im Gespräch mit Vereinen aus der Region. Um die leeren Fenster zu gestalten, wird Material benötigt. Vor allem Heimatgeschichte soll präsentiert werden. Auch Hobbymaler können ihre Kreativität unter Beweis stellen. Wer noch Ideen hat, kann sich in der Touristinfo melden. Die Einrichtung ist unter Tel. (03 93 84) 27 164 erreichbar.

Von Christian Ziems

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