Halb Dessau steht hinter Carsten Borchert

Landtagswahl: CDU-Abgeordneter in Arendseer Einheitsgemeinde klar vorn

Im Salzwedeler Kreistagssaal wurden am Sonntagabend etliche Briefwahlstimmen ausgezählt.
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Im Salzwedeler Kreistagssaal wurden am Sonntagabend etliche Briefwahlstimmen ausgezählt. Auch 731 Arendseer hatten solche Unterlagen beantragt, mehr als jeder zehnte Wahlberechtigte.
  • Jens Heymann
    vonJens Heymann
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Exakt 3509 Bürger der Einheitsgemeinde Arendsee haben am Sonntag an der Landtagswahl teilgenommen. Mit einer Beteiligung von gut 63 Prozent steht die Region ganz gut da – in Salzwedel zum Vergleich waren es nur rund 58 Prozent.

Arendsee – Regionale Überraschungen sind ausgeblieben. Auch in Arendsee zog Carsten Borchert (CDU) die meisten Stimmen. Der Landtagsabgeordnete war kurz vor der Wahl noch häufig in der Gemeinde unterwegs gewesen. Möglicherweise hat ihm das noch Stimmen eingebracht. Insgesamt haben die Arendseer aber etwas weniger CDU als im Durchschnitt des Altmarkkreises gewählt. Dafür zogen Linke und Freie Wähler mehr Stimmen als anderswo. Zoltan Schäfer (Grüne) und Tankred Roth (FDP), beide Direktkandidaten mit Arendseer Bezug, erhielten immerhin mehr Kreuze als anderswo.

Wo sieht es in den Ortsteilen konkret aus? Den höchsten Zuspruch erhielt Carsten Borchert in Dessau (48 Prozent). Beliebt ist er offenbar auch in Ziemendorf (43) und Kleinau (40). Weniger gut sah es in Rademin (24), Zießau (24) und Kaulitz (25) aus.

Rademin ist die Arendseer Hochburg für den Kandidaten der AfD, Hanns-Michael Kochanowski (31 Prozent). Auch in Zießau (27), Fleetmark (26) und Leppin (25) gab es viele Stimmen, weniger in Kläden (10), Kaulitz (12) und Binde (12).

Marco Heide (Linke) konnte sich auf seine Wähler in Binde (23 Prozent), Rademin (21) und Ziemendorf (20) verlassen. Von Linke-Politik wollte hingegen kaum ein Wähler in Lohne (8 Prozent), Thielbeer (11) und Fleetmark (12) etwas wissen.

Nils Krümmel (Freie Wähler) erhielt besonders viele Stimmen in Mechau (17 Prozent). Das war aber ein Ausreißer nach oben. In Dessau und Kaulitz lag der Salzwedeler bei kaum drei Prozent.

Schäfer und Roth hatten einzelne Orte, in denen sie gut abschnitten. Wenig überraschend hatte der Mann von den Grünen in seinem Heimatort Kaulitz mit 29 Prozent die Nase vorn. Roth schnitt vor allem in Kläden (25 Prozent) gut ab.

Die treuesten CDU-Wähler gab es am Sonntag in Dessau – 44 Prozent der Zweitstimmen. Die AfD triumphierte in Rademin (31 Prozent). Binde war die Hochburg der Linken (21 Prozent). Die SPD holte ihre Stimmen in Dessau (12). In Arendsee verzeichnete übrigens Kandidatin Nadine Hofmann ihr bestes Ergebnis (13 Prozent). Die Freien Wähler wurden am meisten in Mechau (11 Prozent) angekreuzt. Grüne und FDP analog zu den Kandidaten in Kaulitz bzw. Kläden. Wer alle Ergebnisse nachlesen will, erreicht über die Internetseite von Arendsee die Auswertung.

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