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Landratswahl stieß im Arendseer Bereich nur auf geringes Interesse

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Von: Jens Heymann

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Auch im Sanner Wahllokal war das Stimmaufkommen überschaubar: Ute Böker (v.l.), Ute Wernstedt, Beatrice Fischbeck, Maria Schappler und Bärbel Reichardt benötigten nur knapp sieben Minuten zum Auszählen und Melden.
Auch im Sanner Wahllokal war das Stimmaufkommen überschaubar: Ute Böker (v.l.), Ute Wernstedt, Beatrice Fischbeck, Maria Schappler und Bärbel Reichardt benötigten nur knapp sieben Minuten zum Auszählen und Melden. © Privat

Nur knapp mehr als jeder vierte Arendseer (27,13 Prozent) hat sich am Sonntag für die Wahl des nächsten westaltmärkischen Landrats interessiert. Damit lag die Wahlbeteiligung in der Einheitsgemeinde Arendsee sogar noch deutlich unter dem ohnehin schwachen kreisweiten Ergebnis von 35 Prozent. In Zahlen ausgedrückt: Von 5780 Wahlberechtigten gaben lediglich 1568 Personen ihre Stimme ab; davon waren 15 ungültig.

Arendsee – Auch in Arendsee holte CDU-Kandidat Andreas Kluge die meisten Kreuze (577); danach reihten sich Steve Kanitz (SPD, 476), Ingolf Arndt (parteilos, 251) und Hans Bülow (Freie Liste, 249) ein. Letzterer kommt aus Fleetmark und hatte damit gewissermaßen ein Heimspiel. Seine 16 Prozent waren dann auch das mit Abstand beste Ergebnis aller Kommunen im Altmarkkreis. Kurioserweise gehörte ausgerechnet Fleetmark zu seinen schwächsten Orten in der Einheitsgemeinde. Deutlich beliebter war er in Zießau, Sanne, Ziemendorf und Mechau mit jeweils mehr als 20 Prozent. Nicht eingerechnet sind dabei die Briefwahlstimmen. Auch dort erzielte Bülow mit knapp 23 Prozent ein überdurchschnittliches Ergebnis.

Zurück zu den beiden Kandidaten für die Stichwahl am Sonntag, 20. März: Andreas Kluge schnitt überragend gut in Thielbeer und Dessau ab (jeweils über 50 Prozent). Sein Herausforderer Steve Kanitz holte seinerseits viele Stimmen in Binde und Kläden (mehr als 40 Prozent). In Thielbeer blieb natürlich nicht viel für ihn übrig – neun Prozent.

Der parteilose Bewerber Ingolf Arndt erzielte sein mit Abstand bestes Ergebnis in Rademin (35 Prozent). Auch in Kaulitz und Vissum landete er oberhalb der 20-Prozent-Marke.

Zur Wahlbeteiligung: Die treuesten Urnengänger kamen wieder einmal aus Dessau (das altmärkische Dorf, nicht die Elbestadt). Aber selbst dort zog es nur jeden zweiten Wahlberechtigten ins Wahllokal. Die 49 Prozent waren jedoch noch immer Welten besser als die Resonanz in Arendsee. Der Wahlbezirk Arendsee 1 registrierte nur 12,1 Prozent Wahlbeteiligung – 145 von 1198 Berechtigten. Achtung: Hierbei zählen wie bei allen Angaben die Briefwähler nicht mit. Dennoch lässt sich ein Trend quer durch die 18 Arendseer Wahlbezirke erkennen: je kleiner der Ort, desto größer meistens die Wahlbeteiligung. Dessau, Vissum und Kläden auf der einen Seite, Fleetmark, Leppin und eben Arendsee auf der anderen.

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