THW-Jugend nutzt Ausbildungscamp am Arendsee für eine Schlauchboottour

Zu Land und zu Wasser

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Vor herrlichster Strandkulisse mussten die Kinder und Jugendlichen den Umgang mit dem Schlauchboot üben. Und dazu gehörte nicht nur das Paddeln, sondern auch das Bewegen auf dem wackligen Ausbildungsobjekt.

Arendsee. Eine ganz schön wacklige Angelegenheit gab es am Wochenende auf dem Arendsee zu bestaunen. Mit ausgebreiteten Armen und viel Lachen agierten die Kinder und Jugendlichen auf einem großen Schlauchboot mitten auf dem Arendsee.

Über 60 Jugen und Mädchen im Alter zwischen zehn und 17 Jahren waren mit ihren Betreuern und Ausbildern aus Bernburg, Quedlinburg, Haldensleben, Halberstadt und Salzwedel angereist. Auf dem Plan standen die Ausbildungstage des Technischen Hilfswerk (THW).

Mit vereinten Kräften wurde eine verschüttete Person aus einem Tunnel geborgen und auch die Erste Hilfe wurde geprobt.

Wie Susan Bernt von der THW-Geschäftsstelle in Magdeburg berichtete, wurde dieses Camp für die Kinder und Jugendlichen erstmals seit mehreren Jahren wieder durchgeführt. Ziel war es, die Jugendlichen untereinander bekannt zu machen und bei Sport und Spiel die Ausbildung zu fördern. Daher wurden die einzelnen Gruppen aus den verschiedenen Ortsgruppen gemischt.

Nachdem sich die Jugendlichen am Sonnabend vorrangig kennenlernen konnten, ihre Erfahrungen austauschten sowie die Stationen gemeinsam aufbauten, wurde am Abend am Lagerfeuer gegrillt. Am Sonntagvormittag stand dann die Ausbildung im Vordergrund. „Wir möchten die Teilnehmer auch auf die Prüfungen für das Leistungsabzeichen der THW-Jugend in Quedlinburg in den Stufen Bronze, Silber und Gold vorbereiten“, erklärte Salzwedels Jugendbetreuerin Anke Sachser. Die THW-Ortsgruppe war mit sieben jungen Teilnehmern sowie mehreren Betreuern am Ausbildungscamp beteiligt.

Neben der Bergung von Verschütteten wurde auch Kartenkunde, die Arbeit mit der Leiter, die Brandbekämpfung sowie die Arbeit und Rettung auf dem Wasser ausführlich geprobt. So musste eine verschüttete Person aus einem zuvor aufgebauten Tunnel unter fachmännischer Anleitung von Ingolf Puse aus Halberstadt geborgen werden. Hierbei wurden neben der eigentlichen Bergung mit dem Schlitten auch die Erste Hilfe und der Transport von Verletzten mit der Trage geübt.

Der Umgang mit den unhandlichen Leitern wurde geübt.

An einer weiteren Station erklärte Michael Bernt aus Haldensleben den Teilnehmern den Umgang mit Karten und die richtige Standortbestimmung im Gelände. Besonders viel Freude machte den Jugendlichen aber das Fahren mit dem großen Schlauchboot. Unter Anleitung von Detlef Jauch aus Salzwedel übten die jungen THWler den richtigen Umgang. „Wir haben das Schlauchboot, das auch als Ponton mit einer Traglast von 4,5 Tonnen eingesetzt werden kann, bereits seit einigen Jahren, haben es jedoch fast nie genutzt. Daher ist es gut, wieder einmal damit auf dem Arendsee zu arbeiten“, berichtete der Bootsführer, bevor er wieder mit den Jugendlichen das Paddeln und Bewegen im Boot übte.

Auch Sandra Progan und Jessica Binde waren vom Ausbildungscamp angetan. „Es macht uns nichts aus, von zuhause weg zu sein“, berichtete Jessica Binde, die bereits seit sechs Jahren aktiv im THW ist. Sandra Progan ist erst seit sechs Monaten in der Ortsgruppe Salzwedel. „Das macht einfach Spaß, wir lernen und erleben viel“, sagte sie.

Von Eckehard Schwarz

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