Ausschuss berät über Verkauf der letzten vier freien Zießauer Baugrundstücke

Mit Land für Eigenheime könnte bald Schluss sein

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Platz für weitere 15 bis 20 Eigenheime könnte auf dem Areal der vier ungenutzten Wohnblöcke entstehen. Problem dabei: Das Areal ist in Privathand, der Stadt sind die Hände gebunden.

Arendsee. Wenn am kommenden Dienstag, 27. November, der Bauausschuss tagt, könnten bald auch die vier letzten freien Grundstücke im Zießauer Baugebiet verkauft worden sein. Denn darum geht es unter anderem im nichtöffentlichen Teil der Sitzung im Rathaus.

Wer dann noch in der Einheitsgemeinde ein Eigenheim errichten will, der muss sich Alternativen suchen. Die Stadt, so Bürgermeister Norman Klebe, verfüge über kein ausgewiesenes Neubaugebiet mehr. Interessenten könnten sich nach Baulücken umschauen, die aber meistens in Privatbesitz seien, erklärt der Stadtchef. Und will nun Weichen für die Zukunft stellen.

Denn nicht mehr alle Pläne seien noch aktuell, erfuhr die AZ. Einstmals groß angedachte Wohngebiete an der Tankstelle und an der Thielbeerer Chaussee, die früher nach Thielbeer führte, würden nicht mehr weiterverfolgt, so Klebe. Stattdessen wird in Arendsee eine Verdichtung des Areals zwischen Salzwedeler Straße und Rosenweg, wo sich Sportanlagen befinden, bevorzugt. Das alles müsste aber erst mit einem neuen Flächennutzungsplan festgezurrt werden, blickt Norman Klebe voraus. Ansonsten gebe es immer einen gewissen Leerstand vorhandener Immobilien, doch sei die Stadt dort außen vor, weil es in den allermeisten Fällen Privatbesitz beträfe.

Ein ebensolches privates Areal hat der Bürgermeister immer wieder vor Auge: das der leer stehenden Wohnblöcke in Nähe der Schulstraße im Stadtzentrum. „Das wäre ein Wohnviertel, das sich die Stadt gut vorstellen könnte“, meint Klebe. „Dort wären 15 bis 20 Eigenheime möglich.“

Doch mit Eigentümer Ercan Topal konnte die Verwaltung bislang keine Einigung erzielen. Dieser hat seinerseits im vergangenen Jahr angekündigt, die Neubaublöcke zu sanieren. „Da passiert nichts“, konstatiert nun Bürgermeister Norman Klebe.

Auch ein Abriss stand in der Vergangenheit zur Debatte. Topal wolle sich dem nicht verschließen, hatte er 2017 erklärt. Jedoch auch keinen finanziellen Verlust einfahren. So blieb erst einmal alles wie gehabt. Und wer demnächst in Arendsee bauen will, muss kreativ werden.

Von Jens Heymann

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