100-Prozent-Auslastung im Blick / Aktionen für Arendseer am 20. Mai

„Kurklinik ist voll belegt“

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Die DRK-Kurklinik gibt es seit 21 Jahren in Arendsee, die Auslastung ist am obersten Limit. Einheimische können sich am 20. Mai im Inneren umschauen.

Arendsee. Vielen Einheimischen fällt beim Vorbeifahren auf: Der Parkplatz an der Arendseer Kurklinik des Deutschen Roten Kreuzes ist oftmals voll. Der Eindruck täuscht nicht.

„Die Kurklinik ist voll belegt“, blickt Leiterin Marion Danner im AZ-Gespräch mit Freude auf den Plan für 2017. „Das ist super, bedeutet aber auch viel Arbeit“, setzt sie auf ihr Team mit 64 Angestellten. Hinzukommen weitere Kräfte, zum Beispiel über das Freiwillige Soziale Jahr. Auch im medizinischen Bereich wird gesucht. Im ärztlichen Segment ist Verstärkung willkommen. „Es ist nicht ganz so einfach jemanden zu finden“, kennt die Kurklinik-Chefin Probleme im ländlichen Raum aus eigener Erfahrung. Drei Mediziner arbeiten derzeit eng mit der Einrichtung zusammen, weitere Partnerschaften, etwa mit einem Fitnessstudio erweitern das mögliche Programm.

Dies kommt der Klinik zum Beispiel bei einem speziellen Vater-Durchgang zugute. Dieser läuft vom 18. Juli bis zum 8. August und ist speziell auf das männliche Geschlecht ausgerichtet. Dazu gehören kleine Wettbewerbe an Fitnessgeräten sowie Arbeiten mit Holz und Stein. „Männer wollen sich messen“, ist die Klinikchefin überzeugt. Nur noch wenige der 25 Plätze sind nicht belegt.

Überwiegend sind aber weiterhin Mütter, die mit ihren Kindern zur Kur kommen. Um die 160 Menschen sind während eines Durchgangs im Haus, pro Jahr sind es insgesamt rund 1000. „Ich denke das tut der Region gut“, verweist Marion Danner auf Wirtschaftskraft. Zumal Arendsee dadurch auch bekannter werde. Die Kurgäste kommen längst nicht nur aus den neuen Bundesländern, bis auf Baden-Württemberg und Bayern sind alle Länder stark vertreten. Eine besondere Rolle kommt dabei dem großen Nordrhein-Westfalen zu.

Viele Gäste machen sich auch in der Kasse für die Kurtaxe bemerkbar. „Wir tragen unseren Beitrag für die Entwicklung der Region bei“, kann die Klinikchefin mit der neuen Satzung leben. Um Einheimischen mehr vom Alltag der Einrichtung zeigen, gibt es am Sonnabend, 20. Mai, einen Tag der offenen Tür. Das Ziel: Mehr Einblicke als bisher geben und Hilfe im Alltag bieten. Dazu gehören Tipps für einen gesunden Rücken genauso wie Hinweise zum Stressabbau. Darüber hinaus gibt es viele Freizeitangebote.

Von Christian Ziems

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