Pflichtaufgabe wird nun umgesetzt / Diskussion um Standort für Stabsraum

Krisenmanagement: Arendsee spät dran

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Sachsen-Anhalts Innenminister Holger Stahlknecht (Mitte) schaute sich im vergangenen Jahr im zum Teil neuen Gerätehaus um. Das Gebäude wird als Standort für einen Krisenstab favorisiert.

Arendsee. Bei allen Einsätzen, die unterhalb einer Katastrophe eingeschätzt werden, ist die Stadt verantwortlich. Bei größeren Waldbränden oder einem Zugunglück etwa soll ein Krisenstab Entscheidungen treffen.

Damit dieser überhaupt handlungsfähig ist, müssen Mitstreiter gefunden und geschult werden. Hinzu kommen mehrere Übungen im Jahr. „Ich brauche Hilfe“, unterstrich Anja Schrader, Leiterin des zuständigen Hauptamtes, im Stadtrat. Es gibt ein Konzept, das von Stadtwehrleiter Hans-Joachim Hinze erarbeitet wurde. „Es muss jetzt mit Leben erfüllt werden“, so Anja Schrader. Andere Kommunen sind weiter.

Im Luftkurort gilt es, erst einmal Grundlagen zu schaffen. Es fehlt ein ausgestatteter Raum, in dem zum Beispiel auch bei Stromausfall mit der nötigen Technik gearbeitet werden kann. Dort sollen im Ernstfall alle Fäden zusammenlaufen, Informationen auf einen Tisch kommen und die Entscheidungen dann auf direktem Wege zu den Einsatzkräften vor Ort gelangen. Um solch einen Raum modern auszustatten, sind im beschlossenen Haushalt 2017 insgesamt 20 000 Euro eingeplant. Die Frage nach dem Standort sorgte bereits im Finanzausschuss für Diskussionen (AZ berichtete). Das „Haus des Gastes“ wurde ins Spiel gebracht. Beim Stadtrat kam das Rathaus als Vorschlag hinzu. Beide Gebäude seien aber nicht geeignet, so Anja Schrader. Denn die Verwaltung müsse jederzeit arbeitsfähig sein, für einen Krisenstab fehle es an Platz. Sie favorisiert das Arendseer Gerätehaus. Dieser Standort wird auch im Krisenmanagement vom 6. Februar 2016 angegeben. Dort sind bereits einige technische Voraussetzungen vorhanden, die genutzt werden können. Auch ein Platzproblem gibt es im Gebäude an der Bahnhofstraße nicht.

Von Christian Ziems

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