Bestand wird besonders geschützt / Heide- und Trockenrasenbereiche für die Schlange ideal

Kreuzotter soll sich nahe Arendsee wieder vermehren

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Die Kreuzotter gilt als stark gefährdet und steht kurz vor dem Aussterben. Zwischen Arendsee und Bömenzien gibt es noch einige Exemplare, die besonders geschützt werden.

Arendsee / Bömenzien – 15 Stein- und Reisighaufen sind im Auftrag des Bundes für Umwelt und Naturschutz Deutschland (BUND) zwischen Arendsee sowie Bömenzien errichtet worden. Zudem gibt es zehn frostsichere Winterquartiere. Dort soll sich die Kreuzotter wohlfühlen.

Die Umweltschützer wollen die Schlange in der Region erhalten.

„Die Bestände der Kreuzotter (Vipera berus) sind landesweit rapide zurückgegangen. Die Art gilt als stark gefährdet und steht kurz vor dem Aussterben. Am Grünen Band zwischen Arendsee und Bömenzien befindet sich der einzige Bereich im nördlichen Sachsen-Anhalt, in welchem es derzeit noch Nachweise der Schlangenart gibt. Ein Restvorkommen“, heißt es in einer Pressemitteilung des BUND.

Die Koordinierungsstelle Grünes Band beteiligt sich am Landesprogramm Artensofortförderung. Mit Geldern des Umweltministeriums gelang auch die Finanzierung der nun umgesetzten Maßnahmen.

Diese Strukturelemente bieten nicht nur der Kreuzotter Zuflucht. Auch andere Kriechtiere wie Schlingnatter und Zauneidechse nehmen sie an. Die Stein- und Reisighaufen sowie die Winterquartiere wurden eingezäunt. So werden andere Wildtiere wie Wildschweine auf Abstand gehalten.

Darüber hinaus will der BUND weitere Arbeiten anschieben. Dazu gehört das Fällen von Jungkiefern. Und zwar dort, wo sich wertvolle Heide- sowie Trockenrasenbereiche befinden. Denn die größte Gefahr für die Kreuzotter ist das Verschwinden ihres Lebensraums. Sie benötigt zum Beispiel Sonnenplätze. Mit Biotopen gilt es, diese zu schaffen.

Die Tiere erreichen eine Durchschnittslänge von 50 bis 70 Zentimetern. Der Körper der Schlange ist gedrungen, der Kopf nur wenig deutlich vom Körper abgesetzt. Die Grundfarbe ist sehr variabel und reicht von Silbergrau und Gelb über Hell- und Dunkelgrau, Braun, Blau-Grau, Orange, Kupferrot bis Schwarz. Die Kreuzotter mag es besonders, wenn die Temperaturen tagsüber und nachts stark schwanken. Hohe Luftfeuchtigkeit ist ebenfalls wichtig. Besiedelt werden Waldschneisen und -ränder, Moore, Heiden und feuchte Niederungen. cz

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