Allee an der Seepromenade in Arendsee muss nach Fällung erhalten bleiben

In Arendsee: Kreis fordert neue Bäume

Für die gefällten Bäume an der Seepromenade müssen neue gepflanzt werden, fordert der Altmarkkreis.
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Für die gefällten Bäume an der Seepromenade müssen neue gepflanzt werden, fordert der Altmarkkreis.

Arendsee – Zwei Buchen sind an der Seepromenade gefällt worden. Arendseer hatten nachgefragt und erfahren, dass die Fällung beantragt und von der Verwaltung in Arendsee genehmigt worden war (wir berichteten).

Die Folge: Für die gefällten Bäume muss Ersatz geschaffen werden, heißt es nun aus Salzwedel. Genau an gleicher Stelle.

Der Altmarkkreis Salzwedel hatte am Montag eine entsprechende Information erhalten und schickte noch am Montag einen Sachgebietsleiter aus dem Umweltamt in die Seestadt. Das Amt reagierte, weil der Hinweis eines Anwohners lautete, dass es sich womöglich um eine genehmigte Aktion handelte. „Das Umweltamt des Altmarkkreises hielt zu diesem Vorgang Rücksprache mit der Stadt Arendsee“, hieß es aus der Pressestelle. Die Stadt habe die Fällung mit einer Gefahrenabwehrmaßnahme begründet. „Die Bäume standen seit 2018 in Bezug auf Verkehrssicherheit unter intensiver Beobachtung“, hatte die Stadt erklärt. Zum Einsatz seien zwei unabhängige Gutachter gekommen. Mit dem Ergebnis: Die Bäume stellten durch ihren massiven Pilzbefall eine Gefahr für die Verkehrssicherheit dar. Ein Mitarbeiter der Naturschutzbehörde war zur Prüfung in Arendsee angereist. Die Stadt stellte entsprechendes Bildmaterial zur Verfügung. Auch an den Stubben konnten deutliche Schädigungen durch Pilzbefall festgestellt werden. „Somit war die Maßnahme im Rahmen der Gefahrenabwehr zulässig“, hieß es in der Mitteilung des Altmarkkreises. Da sich die Bäume im Innenbereich der Stadt Arendsee befinden, unterliegen die Einzelbäume auch der Stadt Arendsee. „Die gefällten Bäume sind darüber hinaus jedoch auch Bestandteil einer geschützten Allee nach Paragraf 21 des Naturschutzgesetzes des Landes Sachsen-Anhalt“, heißt es weiter. Da der Bestand der Allee nachhaltig zu sichern sei, ist es notwendig, an gleicher Stelle wieder Bäume zu pflanzen. „Entsprechende Abstimmungen werden zwischen der Unteren Naturschutzbehörde des Altmarkkreises und der Stadt Arendsee vorgenommen“, so Kreis-Pressesprecherin Birgit Eurich.

VON HARRY GÜSSEFELD

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