Zwei Knäuel in luftiger Höhe

Kraatz: Störche Paul und Paula müssen Nachwuchs gegen Greifvögel schützen

+
Paul (oder Paula) mit Nachwuchs im Nest bei Westphals in Kraatz. Sie haben einen schönen Rundumblick.

Kraatz – Gestern Vormittag in Kraatz: Auf dem Gehöft Westphal steht ein Storchennest, in dem zwei Junge, gut behütet von den Eltern, sind. Paul und Paula, so gab man 2011 den Alten die Namen, müssen auch aufpassen.

Denn immer wieder kommen Greifvögel in die Nähe des Nestes, mit dem Blick auf den Nachwuchs.

Doch die Altstörche, die sich bei der Betreuung abwechseln, während der andere auf Nahrungssuche ist, recken den Schnabel in die Höhe, um dem Greifvogel deutlich zu zeigen, wer der Herr auf dem Nest ist. Klar scheint: Würden sich beide Storcheneltern entfernen, würden die Greifvögel zwei fette Happen finden. Bloß nicht.

Die große Hoffnung ist, dass die beiden Kleinen erwachsen werden. Um sie einmal sichtbar zu machen, ohne die Feuerwehr zu bemühen, setzte Matthias Zemke seine Drohne ein sorgte für Super-Bilder. Kraatz ist als Storchendorf seit 2011 in aller Munde. Damals wurde das Nest aufgestellt, und nur vier Tage später nahmen Paul und Paula, das Liebespaar schlechthin, die neue Wohnung an. Lothar Westphal, leider schon verstorben, freute sich immer mit seiner Frau Inge und seinen Söhnen über den Besuch.

In Arendsee blieb das Nest auf der Töbelmannhalle auch in diesem Jahr leer. Nur kurz hatte am Pfingstmontag ein Storch nachgesehen – dann war er wieder weg.

VON HARRY GÜSSEFELD

Das könnte Sie auch interessieren

Kommentare