„Seeperlen“-Kinder feierten gestern Fasching / Chefin Silvia Hoffmann seit drei Jahren im Amt

Im Kostüm dem Schnupfen trotzen

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Auf den Fluren und in den Räumen der Kindertagesstätte „Seeperle“ in Arendsee feierten die Mädchen und Jungen Fasching. 128 Kinder werden dort betreut, darunter sind acht Integrationsplätze für Kinder mit Beeinträchtigungen. Damit ist die Einrichtung voll belegt.

Arendsee. Alles war bunt, jeder war verkleidet – zum Fasching gestern in der „Seeperle“ hatten sich alle kostümiert. Auch Chefin Silvia Hoffmann und ihre Kolleginnen hatten sich in Schale geworfen. Klassische Spiele, wie der Stuhltanz, gehörten dazu.

Mit insgesamt 128 Kindern ist die Einrichtung zu 100 Prozent ausgelastet. Zwischenzeitlich war die Kapazität von 120 auf 128 Plätze verändert worden – dafür gab es die Betriebserlaubnis. 

Das Interesse der Eltern, ihre Kinder in der „Seeperle“ betreuen zu lassen, ist weiterhin groß. „Dennoch gibt es oft Mütter und Väter, die mich fragen, ob eine größere oder eher kleinere Einrichtung besser für ihren Nachwuchs ist“, erzählte Silvia Hoffmann gestern. Und schmunzelt, denn als Chefin der Arendseer Einrichtung ist die Antwort eigentlich klar. „Aber es gibt immer noch die Wahl. Auf dem Antrag auf Aufnahme in eine Tagesstätte können eine 1. und 2. Wunscheinrichtung benannt werden“, hieß es.

Die Obstspieße wurden mit Schokolade überzogen und eh die braune Soße fest war, war auch schon alles verspeist.

Die AZ wollte es gestern wissen: Ist die Gefahr, dass Kinder in einer großen Einrichtung wie der in Arendsee eher mal krank werden, größer als in kleinen? Der Chefin fiel die Antwort nicht schwer. „Ich meine nein. Natürlich waren wir von solchen Dingen wie einer Durchfallerkrankung hier betroffen, aber generell sorgt nicht ein Schnupfen gleich für eine Epidemie hier im Haus“, sagte Silvia Hoffmann. Und: Zwischen der Einrichtung und dem Gesundheitsamt in Salzwedel bestehe ständiger Kontakt, um schnell reagieren zu können, wenn es Auffälligkeiten gibt.

27 Kinder werden im laufenden Jahr als Abc-Schützen die Kita verlassen. „Wir freuten uns, dass Lehrer der Grundschule einmal in der Woche zu uns in die Vorschule kamen“, so die Chefin. In Kürze werden dann die zukünftigen Einklässler Gäste in der Grundschule sein. „So können sich die späteren Schüler und Lehrer einander schon bekannt machen“, hieß es.

Angesichts triefender Nasen und des einen oder anderen Schnupfens freut sich die Chefin über Eltern, die ihren Kindern ans Herz legen, die Hände zu waschen und zu desinfizieren. „Das hilft schon, wenn hygienische Standards eingehalten werden, und wir achten drauf“, sagte sie gestern. Und während des Gespräches mit der AZ tobten draußen die Kinder – fröhlich und ausgelassen.

Von Harry Güssefeld

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