Gesamte Einheitsgemeinde Arendsee von der Pflicht zur Aufstallung betroffen / Widerspruch möglich

Kontakt auch zu Wildgänsen verhindern

Von Wildvögeln geht aktuell eine große Gefahr für das einheimische Geflügel aus. Bei toten Gänsen und Enten sind Vogelgrippenerreger festgestellt worden. Foto: Archiv/AZ
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Von Wildvögeln geht aktuell eine große Gefahr für das einheimische Geflügel aus. Bei toten Gänsen und Enten sind Vogelgrippenerreger festgestellt worden.

gü Arendsee. Nun hat es auch die Geflügelbesitzer in Arendsee erwischt. Sie müssen ab sofort dafür sorgen, dass ihre Tiere nicht in Kontakt mit Wildvögeln kommen.

Das betrifft nicht, wie bei früheren Maßnahmen, nur Orte rund um den See, sondern alle Ortsteile der Einheitsgemeinde Arendsee. „Diese Allgemeinverfügung tritt am Tage nach ihrer Veröffentlichung in Kraft“, heißt es in einer Tierseuchenrechtlichen Allgemeinverfügung des Altmarkkreises Salzwedel von Montagabend (wir berichteten). Als Grund wird die Bedrohung durch die Geflügelpest benannt, die sich derzeit in Deutschland und ganz Europa darstellt.

„Es gab schon vor der Allgemeinverfügung, die nun vorliegt, Anrufe besorgter Geflügelhalter“, erklärte Hauptamtsleiterin Anja Schrader gegenüber der AZ. Für sie sei das ein Beweis dafür, dass die Geflügelhalter die Nachrichten in den Medien verfolgten und schon damit gerechnet hatten, dass eine Aufstallung auf sie zukommt.

Ein Anruf der AZ bei Geflügelhaltern und Rassegeflügelzüchtern in der Region Arendsee noch am Montagabend ergab, dass die Maßnahmen nicht gerade begrüßt werden. Dennoch: Es gibt keine Ausnahmen. Wer der Anordnung widersprechen wolle, könne das tun. Doch das habe keine aufschiebende Wirkung, heißt es in der Rechtsmittelbelehrung des Altmarkkreises. Denn: Die Gefahr der Weiterverbreitung der Seuche und der damit verbundenen Schäden sind höher einzuschätzen als persönliche Interessen der Tierhalter.

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