Unvernunft einiger Einwohner

Kocher zwischen Flaschen: Arendseer Müllproblem sorgt für bizarre Containerinhalte

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Der Container ist eigentlich für Glasflaschen, doch dort werden dreist auch andere Gegenstände wie eine Kanne und ein Wasserkocher entsorgt. Den Umweltsündern wird es leicht gemacht, einige Öffnungen sind sehr breit (kleines Bild).

Arendsee. Für Elektrogeräte gibt es Entsorgungscontainer auf dem Wirtschaftshofgelände, Kunststoff kann in gelbe Säcke und für Flaschen ohne Pfand stehen etliche Container im Stadtgebiet bereit: Trotzdem bleibt die Mülltrennung im Luftkurort problematisch.

Eine bizarr anmutende Mischung ließ sich zum Beispiel an der Thielbeerer Brücke beobachten. Dort stehen mehrere Flaschencontainer, die für Behältnisse aus Glas gedacht sind. Doch dazwischen liegt auch eine Kanne. Die ist deutlich sichtbar nicht aus Glas, sondern aus Kunststoff. Und damit nicht genug: Auch ein Wasserkocher wurde in diesem Stadtbereich entsorgt.

Es ist nicht das erste Mal, dass solche Müllverfehlungen auf den Containerstellplätzen des Luftkurortes zu sehen sind. Der Ordnungsausschuss hat sich im vergangenen Jahr ausgiebig damit beschäftigt. Kommunalpolitiker monierten, dass es den Abfallsündern zu einfach gemacht wird. Denn es gibt Flaschencontainer, deren Öffnungen rund sind und von der Größe zu den Glasbehältnissen passen. In Arendsee stehen aber immer wieder andere Konstruktionen mit breiten Schlitzen. Dort lassen sich auch andere Gegenstände durchschieben, wie im aktuellen Fall Kanne und Wasserkocher.

Die Kommunalpolitik rief die Verwaltung dazu auf, mit der Entsorgungsfirma zu sprechen. Diese sollte nur noch Container mit den kleineren Öffnungen aufstellen. Dies sei auch geschehen. Doch das Unternehmen habe von diesen Konstruktionen offensichtlich nicht genügend. Und die Stadt kann der Firma nicht vorschreiben, wie die Container ganz genau auszusehen haben. So müssen die Seestädter wohl auch weiterhin mit der Unvernunft einiger Einwohner leben.

Von Christian Ziems

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