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Knapp einhundert gefährdete Objekte in der Einheitsgemeinde Arendsee aufgelistet

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Von: Jens Heymann

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Ein Wohnblock im Arendseer Stadtzentrum
Die Wohnblöcke im Arendseer Stadtzentrum gehören zu den knapp einhundert Objekten der Einheitsgemeinde, die in einem speziellen Brachen- und Leerstandskataster zusammengetragen worden sind. © Heymann, Jens

Jeder kennt sie in seiner Umgebung: leer stehende Häuser und brachliegende Flächen. Knapp einhundert dieser kaum oder gar nicht genutzten Objekte sind in der Einheitsgemeinde Arendsee im Rahmen eines Projektes erfasst worden.

Arendsee – Ein Viertel davon befindet sich in Arendsee, ein weiteres Viertel in Binde, Ritzleben, Kerkau und Lübbars. Mit neu geschaffenen technischen Grundlagen und den gesammelten Daten erhofft sich die Stadt, dem Verfall an einigen Stellen systematischer entgegenwirken zu können.

Wie weit Arendsee diesbezüglich gehen soll, ist noch nicht abschließend geklärt. Es gibt Befürworter einer aktiven Teilnahme an der Vermarktung von alten Häusern und ungenutzten Flächen. Die Initiative „Luxus der Leere“, an der sich mehrere altmärkische Kommunen beteiligen, dürfte manchem bereits ein Begriff sein. Von 65 eingestellten Objekten seien immerhin 25 verkauft worden, hieß es dazu vom federführenden Innovations- und Gründerzentrum Stendal. Der kleine finanzielle Haken: Die Mitgliedschaft kostet einige tausend Euro. Das könnte im auf Sparsamkeit getrimmten Arendsee ein Stolperstein sein.

Die Analyse der wenig schönen Gebäude und Flächen in der Einheitsgemeinde hat einige überraschende und zugleich besorgniserregende Erkenntnisse gebracht. Fast 95 Prozent dieser Objekte befinden sich in privater Hand, wo die Handhabe der Kommune grundsätzlich beschränkt ist. In anderen Gemeinde liegt dieser Wert durchschnittlich unterhalb von 80 Prozent.

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