Hilferuf ans Land

Klosterverein Arendsee befürchtet Insolvenz

Theaterdinner auf dem Klostergelände in Arendsee
+
Das Arendseer Klosterareal ist in normalen Jahren ein gefragter Ort für Kulturveranstaltungen.
  • Jens Heymann
    vonJens Heymann
    schließen

Der Arendseer Klosterverein sendet einen Hilferuf an die Landespolitik. Die Vereinsspitze hat dazu einen Offenen Brief an Ministerpräsident Dr. Reiner Haseloff aufgesetzt.

Arendsee – Im Offenen Brief des Klostervereins heißt es: „Bedingt durch die Corona-Pandemie und den Ausfall der meisten Veranstaltungen sind uns im vergangenen Jahr unsere finanziellen Einnahmen weggebrochen. Fortlaufende Nebenkosten führen weiterhin dazu, dass unser über die Jahre angespartes Vereinsvermögen weitgehend aufgebraucht ist. Wir stehen vor dem finanziellen Aus.“ Um ein Schließen der Klosteranlage durch Insolvenz zu vermeiden, sucht der Verein nun kurzfristige finanzielle Hilfe. Ohne diese Unterstützung würde das kulturelle Leben in Arendsee einen seiner wichtigsten Standorte verlieren, heißt es ferner in dem von Vereinsvorsitz und Geschäftsführung unterschriebenen Brief.

Aus Vereinskreisen war zu hören, dass es ohne finanzielle Hilfe vielleicht noch bis August weitergehen würde. Und das bisherige Rettungsprogramme nichts genutzt hätten, da der Klosterverein selbst nicht kulturschaffend sei, sondern lediglich die Plattform dafür bereitstelle. „Wir sind Ausrichter zahlreicher Konzerte überregional bekannter Künstler“, heißt es passend im Offenen Brief. Außerdem werde jedes Jahr die Theaterwoche organisiert sowie das Heimatmuseum betrieben. In Arendsee müssen also laufende Kosten bedient werden.

Darüber hinaus steht mit Beginn des Mai eigentlich die Saisoneröffnung an. Doch diese wird angesichts der aktuellen Corona-Entwicklungen ausfallen, erfuhr die AZ. Erstes Opfer dieser neuen Entwicklung ist demnach die Wanderausstellung „Kirchliche Wandmalereien in der Altmark“, die ebenso verschoben werden soll wie die Vernissage von Karsten Thiede in der kleinen Galerie. Auch ein Konzert und ein Vortrag Mitte Mai dürften angesichts dieser Situation erheblich auf der Kippe stehen.

Die AZ hat zudem erfahren, dass sich der Eintrittspreis für Erwachsene von fünf auf sechs Euro erhöhen, für Kinder gleich bleiben soll.

Das könnte Sie auch interessieren

Mehr zum Thema

Kommentare