Stadtrat will Anlage nicht

Klare Worte gegen die Binder Schweinemast

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Die Schweinemastanlage in Binde ist im Focus der Bürgerinitiative (BI) Binde: Alle Veränderungen, vor allem die baulichen, werden so analysiert und Schlussfolgerungen gezogen.

gü Arendsee. „Wir sind dafür, dass die Bude zumacht.“ Dieser Ausspruch von Stadtrat Uwe Walter platzte während der Stadtratssitzung am Montag in die Argumentation seiner Kollegin Christel Tiemann.

Sie hatte versucht, den Beschluss des Gremiums gegen die Rekonstruktion und Erweiterung der Abluftwäscher auf dem Gelände der Schweinemast in Binde in Frage zu stellen. „Ich verstehe nicht, dass das ganze Dorf unter dem Gestank leidet und wir nun gegen eine Abluftanlage sein sollen“, erklärte sie.

Christel Tiemann hatte nicht zum ersten Mal „Bauchschmerzen“ bei Beschlüssen gegen die Binder Anlage – sie sehe die Landwirtschaft aus anderem Blickwinkel, hatte sie einmal gesagt. Doch Bürgermeister Norman Klebe versuchte auch am Montag, ihr zu erklären, dass Arendsee gar nicht anders könne, als das Einvernehmen zu versagen. „Wir stehen in einem laufenden Verfahren mit dem Landesverwaltungsamt, die Anlage betreffend“, so Klebe. Und außerdem lägen keine Emmissionsschutzprognosen den vorhandenen Unterlagen bei.

Auch Stadträtin Petra Hennigs erinnerte an die Gründung der Bürgerinitiative Binde. Der Anlass: 2008 stank es derart im Dorf, dass die Einwohner sich wehren wollten. Sie wehren sich heute noch: Man könne die Schweinemastanlage in keinster Weise unterstützen, heißt es.

Klebe argumentierte derart, dass sich „alle kleinen Betriebe an Recht und Gesetz halten“, große aber, wie in Binde, Schwarzbauten errichten und sie sich nachträglich noch genehmigen lassen. Uwe Walter hatte mit seinem Ausspruch alles gesagt: Die Stadt will die Anlage in Binde nicht.

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