Sicherheit aktuell nicht gegeben

Klädener fordern Neugestaltung des Fußgängerüberwegs und eine Ampel

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Der Fußgängerüberweg in Kläden: Er wird von Autofahrern oft ignoriert. Deshalb wurde auch die Idee einer Bedarfsampel geboren.

Kläden – Einen dringenden Appell, schnellstmöglich etwas für die Verbesserung der Sicherheit am Überweg auf der B 190 in Kläden zu unternehmen, richtete jüngst Katharina Schünke im Namen der Schulkinder an den Ortschaftsrat.

Denn: Die Schüler müssen jeden Tag die viel befahrene Bundesstraße überqueren, um zur Bushaltestelle zu gelangen.

Rückblick: Nach einem schweren Unfall im Jahre 1995, bei dem ein Mädchen starb, wurde – nach erheblichem Protest von Bürgern – ein Übergang genehmigt und mit einem Drängelschutz (Geländer) versehen. Dieser Schutz wurde vor Monaten nach einem Unfall mit einem Lkw verbogen und schließlich entfernt. Jedoch bis heute noch nicht wieder ersetzt. Und die Klädener sind der Meinung, dass der Zebrastreifen bei den Autofahrern nur wenig Beachtung findet.

„Besonders in den Morgenstunden zwischen 6 und 7 Uhr, wenn die Leute zur Arbeit müssen und wir zum Schulbus gehen, beobachten wir, dass Lkw-Fahrer noch anhalten, aber diese oft von Pkw überholt werden und so die Kinder enorm bedroht sind“, erklärte die Schülerin einer 8. Klasse. Es sei ein Wunder, dass dort noch nichts passiert sei, fügte ihr Vater, Hagen Schünke, hinzu. Auch Gastwirt Sven Hoffmann bestätigte, dass schon Gäste berichteten, dass Autofahrer den Überweg missachten und oft unangemessen schnell darüberfahren.

Katharina Schünke sowie viele Anwohner wünschen sich, dass eine Bedarfsampel errichtet wird, dass das Schutzgeländer wieder angebaut wird und auch die Polizei verstärkt Kontrollen durchführt.

Auch der Aufbau einer stationären Blitzeranlage, wie sie zum Beispiel in Erxleben steht, können sich die Anwohner vorstellen. Wie Bürgermeister Norman Klebe auf Nachfrage erklärte, seien darüber bereits erste Gespräche mit den zuständigen Stellen geführt worden. Ortsbürgermeister Jörg Benecke betonte, dass er über den Wiederaufbau des Schutzgeländers bereits erste Kontakt aufgenommen habe.

Die Einladung für einen Ortstermin mit den zuständigen Stellen zum Aufbau des Geländers müsse jedoch durch die Verwaltung der Stadt Arendsee erfolgen. Auch für eine Bedarfsampel bedürfe es entsprechender Anträge der Stadt an den Kreis. Grundlage dafür wird eine Verkehrszählung sein.

Die Ampelanlage sei auch von der Einwohnerzahl Klädens abhängig, hieß es. Ortsbürgermeister Jörg Benecke hatte das Thema auch im Bauausschuss angesprochen und Druck auf die Verwaltung gemacht, sich um die Sache zu kümmern.

VON HARRY GÜSSEFELD UND ECKEHARD SCHWARZ

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