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Kläden: 13 „Neue“ entern das Narrenschiff

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Von: Detlef Güssefeld

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Ein Mann mittleren Alters posiert mit Narrenkappe und Trommel vor einer Gaststätte.
Hagen Schünke bleibt Vorsitzender der KKC-Narrenschar. © Harry Güssefeld

Viel Zeit zum Ausruhen gibt es nicht. Die Klädener Karnevalisten haben nach der erfolgreichen Jubiläumsveranstaltung zum 70. Geburtstag des KKC nun die drei tollen Tage im Februar im Visier. Das wurde am Donnerstagabend deutlich gemacht. Und sie haben seit Donnerstag auch einen neuen Vorstand. Korrekterweise muss es heißen: einen neuen Vorstand mit bewährten Karnavalisten. Denn alle fünf, die in den vergangenen drei Jahren an vorderster Narrenfront Dienst taten, wurden am Donnerstag wiedergewählt.

Kläden – Und so bleibt Hagen Schünke auch Chef im Ring, vertreten von Jörg Benecke. Kassenwart ist Stephan Wegener, Schriftführer Christian Streiter. Als Beisitzer fungiert Silvio Bolz. Letzterer war während der offenen Abstimmung sogar als Kandidat für den Chefposten und als Stellvertreter vorgeschlagen worden.

Vier Männer stehen nebeneinander und lächeln in die Kamera.
Als Mitglieder des Vorstandes wurden wiedergewählt (v. l.): Christian Streiter, Stephan Wegener, Silvio Bolz und Jörg Benecke. © Harry Güsefeld

Vor den Abstimmungen lehnte er aber ab. „Ich muss mich noch weiter einarbeiten, dann könnte es soweit sein“, machte er klar. Auch begünstigt dadurch, dass Hagen Schünke krankheitsbedingt fehlte und Jörg Benecke erklärt hatte, die ihnen übertragenen Funktionen noch drei weitere Jahre zu übernehmen. Dann wolle man diese Arbeit in andere Hände legen. Große Freude gab es, als Versammlungsleiter Christian Streiter mitteilte, dass es zu Beginn der Versammlung 91 Mitglieder im KKC gab. Auf dem Tisch lagen aber noch zahlreiche Mitgliedsanträge. Und so wuchs die Zahl schnell auf 104 an. „Das ist ein gutes Zeichen für den Fortbestand unseres Vereins“, meinte Streiter. Und im gleichen Atemzug verkündete er, dass die Mitgliedsbeiträge noch nicht erhöht werden. Auch das fand Zustimmung. Einhellige Zustimmung fand dagegen nicht die Festlegung, dass es auf dem Saal künftig kein Konfetti mehr geben soll. Bedauert wurde das insbesondere für den Kinderkarneval. Welche Gründe dafür ausschlaggebend waren, blieb am Donnerstag offen. Frank Schulze hatte dann aber erklärt, dass Papierschlagen genutzt werden können. Das sorgte dann wieder für fröhliche Gesichter.

Karneval im Sommer, das wird es ab 2023 nicht mehr geben. Der Landesverband hat diese Art des Abweichens vom Brauchtum verboten. Viele Vereine hatten das genutzt, um das Vereinsleben während Corona am Köcheln zu halten. Die Winterwanderung der Klädener im Februar dagegen war ein großer Erfolg. In Zukunft werde man sich daran halten müssen, dass rein karnevalistische Veranstaltungen nur zwischen dem 11.11. und Aschermittwoch stattfinden dürfen. Zum Abschluss der Versammlung wurde Hagen Schünke, der alte und neue Chef, per Video zugeschaltet. Er bedankte sich bei den stimmberechtigten Mitgliedern für seine Wiederwahl und bei allen Karnevalisten für die gute Arbeit in den vergangenen Jahren. Verbunden wurde das alles mit der Hoffnung, dass es auch nach dem Abgang der alten Garde geeignete Narren geben wird, die das Schiff weiter auf Erfolgskurs halten. Auch in Zukunft wolle man über die Grenzen Klädens hinaus mit dem Schlachtruf „Kläden und Kraatz, Imi-Ata“ Flagge zeigen. Verschiedene Veranstaltungen wurden genannt, für die bereits Einladungen vorliegen. So auch nach Rochau. Doch auch in den höheren Regionen des Karnevalsgeschehens wolle man nicht außen vor bleiben. Auftritte der Garde wie in Arendsee zum Stadtfest sind nicht unumstritten. Am Donnerstag rieb man sich an dem Ablauf im Sommer, als die Narren ewig lang auf ihren Auftritt warten mussten. Auf einen Verzicht, wie vereinzelt betont wurde, will sich der Verein aber nicht einlassen. Mehrheiten bestimmen auch beim Karneval.

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