Sieger beim Schießen mit großem Kaliber: Barbara Pieper und Mike Messal

Kläden im Narrenfeuer

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Angetreten: Die Kanoniere luden zum Ausschießen der Majestäten auf den Hof des Vorjahressiegers Ingo Kik (3.v.l.) ein.

Kläden. Die Kanoniere des Klädener Karnevalsclubs (KKC) haben im Hochsommer daran erinnert, dass der Karneval im Sommer nur schlummert.

Hellwach waren die Mitglieder und ihre närrischen Frauen, als es hieß, den Schützenkönig und die -königin beim Schießen mit der großen Lafette zu ermitteln. Bei den Narren hatte Ingo Kik im vergangenen Jahr gewonnen und wollte natürlich den Titel verteidigen. Doch das gelang dem Klädener aus dem Dudel nicht. Er musste Maik Messal vom erweiterten Langen Jammer den Titel überlassen. Der schoss sich mit 260 Ringen mit drei Schuss Gummibällen auf die große Scheibe in die Herzen der anwesenden närrischen Damen.

Ingo Kik überreicht Maik Messal (l.) die Wanderpokalkanone. Barbara Pieper wurde Schützenkönigin.

Bei den Frauen konnte Vorjahressiegerin Anja Schulze den Titel nicht verteidigen. Sie lebt in Dänemark und konnte an diesem Termin entschuldigt nicht teilnehmen. Und so musste es auf alle Fälle eine Nachfolgerin geben. Die fanden die Karnevalisten dann in Barbara „Babsi“ Pieper – sie schoss immerhin 180 Ringe und nahm den Titel dankend an. „Schützenkönigin der Kanoniere des Klädener Karnevals“ – einen schöneren Titel kann es kaum geben, meinten die Anwesenden.

Die Kanoniere des KKC gehören zu den wichtigsten Narren, um den Karneval zum Erfolg werden zu lassen. Aufmerksamkeit erlangen sie mit ihrem Kanoniers-Trabant, auf dem die Lafette verbaut ist, mit der die neuen Majestäten ausgeschossen wurden. Übrigens besteht die Treibladung nicht aus Schwarzpulver, sondern aus Druckluft.

Die Majestäten wurden noch zünftig gefeiert. Und klar ist auch, dass der nächste Kanoniers-Schützentag auf dem Anwesen des neuen Königs stattfindet – also bei Familie Messal im besagten erweiterten Langen Jammer.

Von Harry Güssefeld

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