Hohe Kosten bei Abwasseranschluss könnten sich verringern

Kläden: Hoffnung für 16 Grundstücksbesitzer

Die Bauarbeiten in Kläden laufen. Während der Verbandsversammlung erläutert Arendsees Bürgermeister Norman Klebe den Antrag.
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Die Bauarbeiten in Kläden laufen. Während der Verbandsversammlung erläutert Arendsees Bürgermeister Norman Klebe den Antrag.

Kläden – Haben die Arendseer Vertreter auf der Verbandsversammlung des Wasserverbandes Stendal/Osterburg für die Grundstücksbesitzer an der B 190 in Kläden etwas erreicht? Vorweggenommen: Das kann noch nicht gesagt werden.

Aber im Oktober wird vielleicht geklärt, inwieweit die Anschlusspflichtigen neben den notwendigen kleinen Pump-Hebewerken auch die Anschlusskosten tragen müssen.

Hintergrund: Kläden bekommt eine zentrale Abwasserleitung. Während an der Dorfstraße im Ort die Entsorgung per Gefälle bis zum Pumpwerk in Richtung Thielbeer realisiert werden kann, müssen die Anlieger an der B 190 – im Ort selbst Langer Jammer genannt – aus geografischen Gründen und fehlendem Gefälle Pumpwerke bauen lassen. Jeder Einzelne. Die sind teuer, und weil das so ist, hatte man den Anliegern signalisiert, auf die sonst von allen zu zahlenden Anschlusskosten zu verzichten. Doch davon war bei der Einwohnerversammlung vor Beginn der Arbeiten keine Rede mehr. Ortsbürgermeister und Stadtrat Jörg Benecke kündigte einen Antrag seiner Fraktion Arendsee-Land /Freie Liste an, mit der Maßgabe, dass er in der Verbandsversammlung diskutiert wird. Arendsees Bürgermeister Norman Klebe erläuterte ihn in Osterburg, mit dabei war neben Benecke auch Ortschaftsratsmitglied Volker Prange. Der Antrag kam auf die Tagesordnung.

In ihm wird erklärt, dass nicht alle Anschlusspflichtigen gleich behandelt werden. Man wolle, dass die Satzung des Verbandes dementsprechend geändert wird. Derzeit heißt es in der Entwässerungssatzung: „Besteht für die Ableitung aller oder eines Teils der Abwässer kein natürliches Gefälle, kann der Wasserverband Stendal-Osterburg den Einbau und Betrieb einer Hebeanlage durch den Anschlussberechtigten auf dessen Kosten verlangen.“

In Kläden war eine größere Hebeanlage auf Kosten des WVSO für die betroffenen Grundstücke aus Kostengründen abgelehnt worden. Die Fraktion Arendsee-Land / Freie Liste hatte sich deshalb dazu entschlossen, den Antrag zu formulieren. Es gehe darum, die Ungleichbehandlung von Grundstückseigentümern in einer bestehenden Ortslage zu beseitigen. Wie, das blieb noch offen. Das Thema wird auf der nächsten Verbandsversammlung eine Rolle spielen, erklärte Norman Klebe gegenüber der AZ. Bis dahin werden keine Kostenbescheide erhoben, erfuhr die AZ.

Klädens Ortsbürgermeister Jörg Benecke muss wie die betroffenen Grundstücksbesitzer abwarten. „Wir hoffen, dass man positiv reagiert“, so Benecke. Die Anschlusskosten zu erlassen, wie einst erklärt, wäre ein Weg.

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