Nach Kritik: Warnschilder und Überholverbot reichten nicht aus

Kläden bekommt eine Ampel

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Der Überweg in Kläden: Eine Anforderungsampel wird kommen.

Kläden – Die Entscheidung ist gefallen: Am 3. Juli wurde festgelegt, dass in Kläden eine Anforderungsampel, sprich Bedarfsampel, installiert wird. Das bestätigte gestern Peter Klahs, Sachgebietsleiter Verkehrsordnung beim Polizeirevier Altmarkkreis, auf Nachfrage der AZ.

Der Fußgängerüberweg in Kläden sorgte schon vor Monaten für Aufregung. Nicht nur, dass das Schutzgitter nach einem Rempler verschwand – die Autofahrer, die vor allem in den Morgenstunden auf der B 190 unterwegs sind, haben es scheinbar sehr eilig. So beobachteten es die Schüler, die den Überweg nutzen müssen, um zur Bushaltestelle zu kommen. Sie berichteten auch vor dem Ortschaftsrat, dass sie Angst hätten – denn viele Kraftfahrer fahren viel zu schnell oder überholen gar im Bereich des Überweges.

Der alte und neue Ortsbürgermeister, Jörg Benecke, hatte sich der Thematik angenommen. Auch im Bauausschuss machte er auf die Situation aufmerksam. Forderte ein neues Gitter, um die Fußgänger zu schützen.

Zwei neue Verkehrsschilder wurden aufgestellt und ein Überholverbot durch eine Sperrlinie festgelegt. „Doch diese Maßnahmen hatten nicht die Wirkung. Die Gefahr für Fußgänger ist immer noch groß, sodass die Überlegungen zu einer Anforderungsampel geführt haben“, so Peter Klahs. Wann diese installiert wird, sei noch nicht klar. Die Landesstraßenbaubehörde müsse die Installation ausschreiben, dann einen Anbieter festlegen.

Doch das dürfte in Kläden nicht das Problem sein. Die Freude überwiegt, dass es eine Fußgängerampel geben wird. Dafür wird der Überweg in seiner jetzigen Form zurückgebaut. An gleicher Stelle entsteht dann die neue Anlage.

VON HARRY GÜSSEFELD

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