Kindertagesstätte "Seeperle" betroffen / Einrichtung bleibt geöffnet

Arendsee: 44 Kinder mit Rota-Viren

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Besonders Babys und Kleinkinder sind für Rotaviren empfänglich, später baut sich eine Immunität auf. Empfohlen wird eine Schluckimpfung für Säuglinge unter sechs Monaten.

Arendsee. Ein Schild am Eingang der Arendseer Tagesstätte „Seeperle“ weist darauf hin, dass in der Einrichtung Rota-Viren aufgetreten sind. Laut Leiterin Silvia Hoffmann erkrankten seit dem 28.  Februar genau 44 Kinder, außerdem zwei Erzieherinnen.

Einige der Kinder und auch einige Eltern werden im Krankenhaus behandelt.

Obwohl der Virus etwa ein Drittel aller Kinder erwischte, hat das Kreis-Gesundheitsamt die Einrichtung nach einer Prüfung nicht geschlossen. Hygienemängel, darauf weist die Kita-Leitung ausdrücklich hin, seien nicht der Grund für die Virus-Erkrankungen.

Die „Seeperle“ ist bislang die einzige Einrichtung der Stadt, in der die Rota-Viren grassieren. Viele Eltern hätten ihre Kinder nach dem Auftreten der Symptome zu früh wieder in die Einrichtung gebracht, heißt es. Aktuell wird deshalb eine Gesundschreibung verlangt.

Von Harry Güssefeld

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Auf einen Blick 

Infektion 

Virale Darminfektionen werden bei Kindern besonders häufig durch Rotaviren verursacht. Häufig sind Rotavirus-Infektionen von Februar bis April. 

Symptome 

Wässriger Durchfall, Erbrechen, Schleimbeimengungen im Stuhl, ggf. Fieber und Bauchschmerzen. 

Behandlung 

Zufuhr von Flüssigkeit, Ersatz von verloren gegangenen Elektrolyten (z. B. Elektrolytlösungen aus der Apotheke). 

Was man noch tun sollte: Desinfektion von Türgriffen, Toiletten, Waschbecken etc.

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