Kita-Bauarbeiten in Fleetmark verzögern sich / Hoffen auf Geld für Grundschule

Kinder können erst 2018 umziehen

+
Fenster und Türen wurden bereits erneuert, bis zum Jahresende wird der Flachbau neben der Grundschule aber nicht fertig. Die Kinder können die neue Kindertagesstätte frühestens ab März 2018 erobern. 

Fleetmark. Der Umbau des alten Flachbaus an der Fleetmarker Grundschule zur neuen Kindertagesstätte des Ortes läuft derzeit. Dies war in den vergangenen Monaten nicht immer der Fall. Es gab Vergabebeschwerden.

Also Firmen, die mit der Entscheidung der Kommune nicht einverstanden waren, sind dagegen vorgegangen. In solchen Fällen geht es zur Landesvergabestelle nach Halle. Die Beantwortung dauert Wochen, in deren die Arbeiten ruhten. Dies betraf zwei Gewerke.

Inzwischen sind alle Unklarheiten ausgeräumt, der Rückstand lässt sich aber nicht mehr aufholen. Darüber informierte Bürgermeister Norman Klebe den Finanzausschuss am Mittwochabend. Ursprünglich sollte der Umzug von der jetzigen Einrichtung, die aufgrund des räumlichen Zuschnittes eher als Wohnhaus und nicht als Kita geeignet ist, zwischen Weihnachten und Silvester erfolgen. Denn zwischen den Feiertagen bleiben die meisten Kinder zu Hause. Ähnlich wurde es beim Einzug in die Arendseer Kindertagesstätte „Seeperle“ gehandhabt.

Für Fleetmark funktioniert dies nicht. Der Planer rechnet damit, dass frühestens ab März mit Kinderlachen in dem Flachbau zu rechnen ist. Vielleicht wird es auch noch später. Die Kindertagesstätte ist darüber informiert, bis dahin läuft dort alles so weiter wie bisher. Die neue Einrichtung soll dann ab 2018 mehr Platz und Annehmlichkeiten für den Nachwuchs bieten.

Investitionsbedarf gibt es auch in der angrenzenden Grundschule. Zunächst wurde der Brandschutz in Auftrag gegeben, die Stadt kann wegen der finanziellen Engpässe aber nur in Etappen bauen. Zumal es noch weiteren Investitionsbedarf gibt. Umso gespannter verfolgt die Verwaltung eine Änderung im Grundgesetz. Länder haben zwar weiter die Bildungshoheit, der Staat kann aber nun auch direkt Gelder für moderne Bildungsstätten ausreichen. Deutschlandweit sollen 3,5 Milliarden Euro eingesetzt werden, für Sachsen-Anhalt entfallen 116 Millionen. Von diesem Kuchen möchte Arendsee bei einer 90 prozentigen Förderung ein Stück abhaben. Sobald die Antragsunterlagen bereitstehen, will sich die Verwaltung mit dem Thema intensiv auseinandersetzen.

Von Christian Ziems

Das könnte Sie auch interessieren

Kommentare