Geschäftsführerin Irmela Spöttle übergibt an Kirsten Hohmeyer

KiEZ in Arendsee: Wechsel an der Spitze

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Irmela Spöttle (l.) übergibt an Kirsten Hohmeyer.

Arendsee – Seit 1994 hat sie die Geschicke des Kindererholungszentrums (KiEZ) als Geschäftsführerin geleitet, nun rückt sie in die zweite Reihe und macht Kirsten Hohmeyer Platz: So gestern die nüchternen Fakten, die so viel mit Geschichte zu tun haben.

Es gab viele lobende Worte vom Vorsitzenden des Betreibervereins des KiEZ, Hans-Jürgen Ostermann. In seiner Laudatio erinnerte er an die Schwierigkeiten, von der Treuhand – „die nicht nur Gutes tat“, wie er sagte – das Gelände zu übernehmen. „Viele hatten sich im Magdeburg schon die Hände gerieben. Aber die Einrichtung blieb Dank intensivster Bemühungen in Arendsee“, so Ostermann.

Es habe alles von Null an begonnen, so der Vorsitzende, der seit 2008 mit dabei ist. Insgesamt sind über sechs Millionen Euro an Investitionen, natürlich mit einem überwiegenden Anteil an Fördermitteln, geschaffen worden. Dabei wurde gestern auch der Landkreis gelobt.

Gestern im KiEZ: Kirsten Hohmeyer (v.l., zukünftige Geschäftsführerin), Vorstandsvorsitzender Hans-Jürgen Ostermann, Irmela Spöttle (scheidende Geschäftsführerin), stellvertretende Vorstandsvorsitzende Christiane Meyer, scheidende pädagogische Leiterin und Vereinsmitglied Heidrun Schröder sowie Vorstandsmitglied Eckhard Kamieth. Es wurde Bilanz gezogen und ein Ausblick gegeben.

Irmela Spöttle habe es verstanden, die nötigen Strippen zu ziehen, die Institutionen und Ämter von der Notwendigkeit zu überzeugen, das rund neun Hektar große Areal so aufzustellen, dass es zu den beliebtesten und erfolgreichsten Ferieneinrichtungen für Kinder und Jugendliche gehört. Und damit das so bleibt, will Kirsten Hohmeyer weitere Ideen umsetzen. Dass bereits 44 777 Übernachtungen im kommenden Jahr gebucht sind, mache das ganze Team glücklich. Doch es gehe um mehr: Das KiEZ wird in Zukunft immer mehr zu einer Bildungseinrichtung. Kinder auf das Leben vorbereiten, ihnen grundlegende Dinge zu vermitteln, die sie auch nutzen können, um im Leben zu bestehen, das habe man sich vorgenommen. „Es geht nur mit Veränderungen. Wer stehen bleibt, der hat verloren“, sagt Kirsten Hohmeyer. Und zeigt, dass der Antrieb, der Irmela Spöttle eigen war, längst auch auf ihre Tochter Kirsten übergesprungen.

Rein bautechnisch ist viel erreicht. Die überwiegende Anzahl von Gebäuden ist auf modernem Stand. Es steht der Ausbau des Mehrzweckhauses „Altes Duschhaus“ an – das wird von Irmela Spöttle realisiert, ab 1. Januar mit einem Anstellungsvertrag.

Gestern wurde auch eine Mitarbeiterin verabschiedet, die seit Beginn der KiEZ-Geschichte dem Verein treu war und zuletzt als pädagogische Leiterin fungierte. Heidrun Schröder blickte gestern auch zurück, will ebenfalls wie ihre (Noch)-Chefin, noch präsent sein, wenn sie gebraucht wird.

Im KiEZ war es gestern ungewöhnlich ruhig. Die Ruhe vor der nächsten anspruchsvollen Saison. Denn jetzt schon ist klar, dass im kommenden Jahr die Busse wieder anrollen. Und sich Kinder und Erwachsene im KiEZ erholen. Betreut von einem Team, das weiß, wie es geht.

VON HARRY GÜSSEFELD

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