Arendsees Bürgermeister gibt Versäumnis in Sachen Steg zu

Keine Info an den Kreis

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Der Steg muss länger werden und dafür sollen die Teile weiter auseinandergezogen werden. Inzwischen kostet die Maßnahme viel Geld. Mehr als die geplanten 10 000 Euro.

gü Arendsee. Stadtrat Jörg Benecke wollte am Dienstagabend von Bürgermeister Norman Klebe wissen, ob der neuerliche Streit zwischen dem Kreis und der Stadt, dieses Mal in Sachen Seesteg, eine andauernde Fehde zwischen Salzwedel und Arendsee untermauert.

„Was ist da passiert? Ich denke, jetzt wirds persönlich“, monierte Benecke.

Norman Klebe gab im Beisein der Bauamtsleiterin Monika Günther zu, dass die Stadt den Kreis über die Schwierigkeiten beim Einbau des Steges unterhalb des Museums nicht unterrichtet hatte. Auch darüber nicht, dass statt der angepeilten 33 Meter nur 27 Meter Steglänge erreicht werden konnten. Bei der Kontrolle des Steges durch den Kreis war das aber aufgefallen – und somit gab es die Anweisung, diesen Fehler zu korrigieren. „Wir konnten mit den technischen Mitteln den Steg nicht auf 33 Meter legen“, erklärte Klebe. Der 50-Tonnen-Kran habe aufgrund der Bodenverhältnisse zwischen Seeweg und See nicht weiter an das Ufer herangefahren werden können.

Das gehe aktuell auch noch nicht, so Monika Günther. Nun wolle man die rund sechs Meter gewinnen, indem man die Brückenteile – zwei sind übereinandergelegt – wieder auseinanderzieht und die Stegspitze mit kleineren Dalben befestigt. Das alles soll noch diese Woche passieren, hatte der Kreis in einem Schreiben verlangt.

Der Plan lautete klar: 33 Meter. Für Jörg Benecke ist unverständlich, warum die Stadt dem Kreis-Umweltamt nicht erklärt habe, dass es technisch nicht machbar war. „Drei Zeilen oder ein Anruf hätten genügt, um einen anderen Weg zu finden“, so Benecke. Denn er vermutet enorme Kosten. „Das läppert sich zusammen“, bestätigte Monika Günther.

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