Keine Hoffnung für den Abschnitt Leppin bis zur Alandstadt Seehausen

Kein Radweg geplant – die Angst fährt mit

In Leppin, Ortsausgang in Richtung Seehausen: Die sichere Fahrt für Radler ist abrupt vorbei, weil es ab Leppin keinen straßenbegleitenden Radweg mehr gibt. Die Biker können auf der B190 nur unter großer Gefahr weiterradeln.

Arendsee. 2010 hatte der damalige Pfarrer Dr. Eberhard Bürger dem Arendseer Bürgermeister Norman Klebe über 400 Unterschriften für einen Radweg nach Seehausen übergeben.

Die Dokumente schickte die Stadt auch weiter an den Landesbetrieb Bau, an Landrat Michael Ziche und an den damaligen Bürgermeister der Verbandsgemeinde Seehausen Reinhard Schwarz. Doch wer glaubt, dass es einen straßenbegleitenden Radweg zwischen Leppin und Seehausen geben wird, der irrt. Norman Klebe nahm im Gespräch mit der AZ Stellung. „Es wird erst geklärt werden müssen, wie es mit der B190n weitergeht“, so Klebe nach einem Gespräch im Ministerium. Auch die Hoffnung, nach der möglichen Entwidmung der heutigen B190 könnte die Straße von Radfahrern genutzt werden, wurde in Magdeburg nicht genährt.

Leppins Ortsbürgermeisterin Renate Benecke hatte immer wieder mal nachgefragt. Denn in Leppin angekommen muss der Radfahrer den sicheren Fuß-und Radweg, den es fast komplett aus Richtung Salzwedel gibt, verlassen und die gefährliche B190 nutzen. Was am Tage vielleicht noch möglich ist, kann am Abend tödlicher Wahnsinn werden.

Norman Klebe berichtet von einer Idee, die auch im Ministerium diskutiert wurde. Radfahrer könnten wegen der Gefahren auf der B190 zwischen Leppin und Seehausen die Strecke Neulingen, Bretsch nach Barsberge nutzen – und sie gelangen so auf den Radweg zwischen Seehausen und Osterburg. Die Strecke sei weitaus sicherer, hieß es. Einen Radweg gibt es aber von Neulingen nach Barsberge auch nicht.

Radler stehen in Leppin oft vor der Entscheidung; Wag ich es oder nicht? Und oft teilen sie sich die Bundesstraße dann mit zahlreichen Lkw.

Von Harry Güssefeld

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