Vier Ziemendorfer Familien können nach dem Sturmtief „Xaver“ nicht mehr telefonieren / Oberleitung gerissen

Kein Anschluss seit drei Wochen

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Das Handy von Peter Lengemann (r.) zeigt, wie sein Festnetztelefon, keinen Empfang an. Michael Meyer kann darüber nicht lachen.

ann Ziemendorf. Liselotte Timmreck ist sauer. Seit drei Wochen kann die Ziemendorferin nicht mehr telefonieren.

Das Sturmtief „Xaver“ hat am 5. Oktober die Telefonoberleitung zwischen dem Ort und den etwa 500 Meter abseits liegenden Häusern mit den Nummern 30 bis 34 aus der Halterung der Holzmasten gerissen. Seit dieser Zeit ist nicht nur Familie Timmreck telefonisch von der Außenwelt abgeschnitten, sondern auch die Familien Fang, Zeikat und Lengemann. Ihre Rechnung haben alle vier Familien schon erhalten und das Geld wurde auch abgebucht.

Ziemendorfs Ortsbürgermeister Michael Meyer ist seit drei Wochen bei der Telekom auf der Suche nach einem kompetenten Ansprechpartner, der ihm sagen kann, wann der Schaden behoben wird. Doch bislang ohne Erfolg. „Ich habe schon unendlich viele Telefonate geführt. Doch bislang ohne eine konkrete Auskunft, wann der Schaden endlich behoben wird. Die einzige Antwort, die Michael Meyer erhielt, war, dass die Leitungen bis 10. Oktober wieder repariert werden. Doch das ist auch schon wieder zwei Wochen her und nichts ist passiert.

Liselotte Timmreck mit ihrem Telefon und der Oktoberrechnung. Bezahlen soll die Ziemendorferin, auch wenn sie seit drei Wochen über keinen funktionieren Anschluss mehr verfügt.

„Die Rechnung für Oktober musste ich trotzdem bezahlen“, betont Liselotte Timmreck und zeigt dabei auf das Rechnungspapier und das Telefon, das außer Betrieb ist. Auch Peter Lengemann teilt das Schicksal mit Liselotte Timmreck. Er kann seit dem Sturmtief weder mit dem Handy noch dem Festnetztelefon in Ziemendorf kommunizieren. „Wir sind auf dem Lande auf das Telefon angewiesen“, macht er klar.

Der Telekom ist der Schaden in Ziemendorf bekannt. Wie Pressesprecher George Mc Kinny informiert, arbeitet das Unternehmen je nach Wichtigkeit alle Schäden nach dem Sturmtief an den Oberlandleitungen nach und nach ab. Ziemendorf steht aber nicht ganz oben auf der Checkliste, räumt der Bonner Pressesprecher ein. „Im Raum Sachsen-Anhalt und Brandenburg wurden insgesamt 2000 Schäden an Oberleitungen nach dem Sturmtief am 5. Oktober gemeldet. Unsere Mitarbeiter sind mit Hochdruck an der Beseitigung der Schäden. Dabei greifen wir auch auf Fremdfirmen zurück“, teilt George Mc Kinny mit. Was das Thema Rechnungen betrifft, können die Kunden, die wochenlang keinen Anschluss nutzen konnten, ihr Geld wieder zurückfordern. Wann die vier Ziemendorfern wieder erfolgreich zu ihrem Telefon greifen können, ist noch unklar. George Mc Kinny konnte auch keinen genauen Termin nennen, aber er wird das altmärkische Ziemendorf aus dem fernen Bonn auch in den kommenden Tagen im Auge behalten.

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