Kaulitz soll vom Sponsoring aus Windenergie profitieren, ist aber selbst dagegen

„Das ist ja kaum zu verstehen“

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Teile auf dem Spielplatz Kaulitz werden ersetzt. Dafür steht Geld aus einem Windenergie-Sponsoringvertrag bereit. Kritiker meinen, das sei absurd, weil Kaulitz Windenergie ablehnt.

gü Arendsee / Kaulitz. Eine schöne Sache, mag man meinen. Wenn für Spielplätze Geld fließt.

Während der Finanzausschusssitzung am Dienstag war deutlich geworden, dass Kaulitz aus dem Sponsoringvertrag mit Prokon profitieren soll, indem 4800 Euro in den Ersatz des Unterstandes mit Tisch fließen sollen. Zusammen mit einer Doppelschaukel soll das realisiert werden.

Für Ratsherrn Hartmut Baier aus Mechau eine Sache, die „so gar nicht geht“, sagte er während der Sitzung. Und erklärte: Kaulitz bekomme Geld aus einem Windenergie-Sponsoringvertrag, hatte sich aber vehement gegen Windenergie auf ihrem Territorium ausgesprochen. Zum Hintergrund: Während Mechau liebend gern einen Windenergiepark haben will, hatten Kaulitz´ Einwohner mehrheitlich dagegen gesprochen.

„Es ist schon komisch, wenn aus Quellen Geld fließt, die der Empfänger am liebsten nicht haben möchte“, so Baier. Unterstützung bekam er von Stadträtin Christel Tiemann aus Neulingen, die forderte, an Ortsteile wie Thielbeer zu denken. Dort sei der Spielplatz ab-, aber nie wieder aufgebaut worden.

Bürgermeister Norman Klebe beruhigte die Situation und erklärte, dass der Sponsoringvertrag aussage, dass „alle Spielplätze in der Einheitsgemeinde davon profitieren sollen“. Kaulitz habe sich nicht explizit darum beworben. Und auch für Thielbeer werde es eine Lösung geben. „Wir kennen das in Thielbeer, auch das Bauamt weiß es. Wir planen einen Neuaufbau hinter dem Dorfgemeinschaftshaus.“

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