Nach vorne gerückt

Kaulitzer Ortsdurchfahrt nun priorisiertes Sanierungsprojekt

Ein großer Riss zieht sich quer über die Dorfstraße in Kaulitz.
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Ein großer Riss zieht sich quer über die Dorfstraße in Kaulitz. Davon gibt es so einige.
  • Jens Heymann
    VonJens Heymann
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Kaulitz´ Ortsbürgermeister Uwe Lahmann hat am Dienstag einen guten Riecher bewiesen, als er am Arendseer Bauausschuss im Rathaus teilnahm. Denn am Ende kam er mit der Gewissheit aus der Sitzung, dass die marode Dorfstraße in seinem Ort nun in Sachen Sanierung nach vorne gerutscht ist.

Arendsee / Kaulitz – So jedenfalls unterrichtete Arendsees Bürgermeister Norman Klebe die AZ. Die Stadt wolle die schlechtesten Straßen zuerst sanieren, und da komme eben Kaulitz zum Zuge.

Die Risse in der Kaulitzer Fahrbahn sind seit Monaten ein Thema und haben den ansonsten eher ruhigen Ortschef Lahmann seinerzeit doch aus der Reserve gelockt. Anfang Juni waren 88 000 Euro als Kosten aufgerufen worden, und Arendsees Bürgermeister Norman Klebe fragte in die damalige Runde der Stadträte, ob nun kleckerweise oder ein ganzer Ort durchsaniert werden soll. Das städtische Bauamt brauche eine Arbeitsgrundlage oder es suche sich die Straßenprojekte selbst aus, hieß es in einer der vergangenen Sitzungen des Bauausschusses.

Mit Kaulitz scheint aber nun ein größeres Einzelvorhaben gefunden worden zu sein. Uwe Lahmann zeigte sich damit zufrieden; mehrfach hatte er erklärt, dass die innerörtliche Straße innerhalb weniger Wochen durch Schwerlastverkehr zerfahren worden sei. Nach dem nächsten Winter sei sie dann komplett kaputt. Als Ursache sieht er die 60-Tonner, die als Zubringer gewerblich nach Kaulitz kommen.

Die Risssanierung der Straße ist daher das eine, der künftige Erhalt der Fahrbahn das andere. „Und nächstes Jahr ist es wieder dasselbe“, mahnte schon vor Wochen Stadtrat Uwe Walter (CDU / SPD) an. Es sollte sich doch schleunigst an die Verantwortlichen gewandt werden. So werde das Pferd von hinten aufgezäumt.

Bürgermeister Klebe deutete gegenüber der AZ an, dass mit einschränkenden Verkehrsschildern gearbeitet werden könnte. Das müsse aber zunächst geprüft werden. Uwe Lahmann spricht sich für eine generelle Tonnagebegrenzung aus. Was darüber liegt, solle wenigstens nur 30 km/h fahren dürfen – das würde auch schon helfen, so der Kaulitzer gegenüber der AZ.

Im bislang jüngsten Ortschaftsrat war das Thema Straße groß aufgekommen. Damals gingen die Einwohner allerdings noch von kleineren Sanierungen im vierstelligen Bereich aus. Aus diesen Dimensionen scheint sich die Angelegenheit mittlerweile jedoch wegbewegt zu haben.

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