Rasante Durchfahrten: 30 km/h für Zühlen gefordert

„Das kann schnell lebensgefährlich werden“

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Wer von der Einrichtung JuLe zur Bushaltestelle will, muss je nach Richtung über die Kreisstraße. Auf dieser sind 50 km/h erlaubt. Nun gibt es aus dem Ort den Vorstoß, die Geschwindigkeit auf 30 km/h zu reduzieren.

Zühlen. 22 Schüler nutzen im kleinen Ortsteil Zühlen regelmäßig Busse, um damit in die Schulen nach Arendsee oder Fleetmark zu gelangen. Doch der Weg von der Kinder- und Jugendeinrichtung JuLe zur Haltestelle ist mit Vorsicht zu genießen.

Sie führt über eine rege genutzte Kreisstraße, die auch die Polizei im Auge hat. So gab es am Dienstag eine Geschwindigkeitskontrolle (AZ berichtete). Innerhalb von rund 2,5 Stunden passierten knapp 200 Fahrzeuge das Dorf. Ronald „Pit“ Krüger, pädagogischer Leiter der Einrichtung, beobachtet seit Jahren, dass sich nicht alle Kraftfahrer an die 50 km/h halten. „Das kann lebensgefährlich werden“, beschreibt er das Überqueren der Fahrbahn zu Fuß und sorgt sich um Passanten. Er hat bei zuständigen Behörden versucht, die Situation zu verbessern – bislang ohne Erfolg. Doch nun ist für ihn das Maß voll. „Ich fordere 30 km/h innerhalb von Zühlen“, machte Ronald Krüger im AZ-Gespräch deutlich. Dies hält er für realistisch, andere Ideen wie einen Zebrastreifen oder sogar eine Ampel hingegen nicht.

Der pädagogische Leiter verweist darauf, dass es laut Gesetz möglich ist, vor Kinder- und Jugendeinrichtungen die maximal erlaubte Geschwindigkeit herabzusetzen. Mit zu schnellen Autos gibt es in dem Ort immer wieder brenzliche Situationen, einige führten sogar zu schweren Verkehrsunfällen. Die Frage, ob 30-km/h-Schilder aufgestellt werden, kann nur der Altmarkkreis beantworten. Diesem gehört die Straße. Ronald Krüger wendet sich nun erneut an den Kreis und weiß die Stadt Arendsee im Rücken. Dort hat er mit einem Schreiben und Nachfragen in Erfahrung gebracht, dass die Einheitsgemeinde ebenfalls Verkehrsrisiken in Zühlen sieht. Der pädagogische Leiter will nun auch Unterstützung aus dem Luftkurort, um die reduzierte Geschwindigkeit genehmigt zu bekommen. Übrigens haben nicht nur Kinder und Jugendliche Mühe, die Straßen zu überqueren. Postzusteller drehen lieber aber am Ende des Ortes und fahren dann die Straße zurück, statt zu Fuß auf die andere Seite der Fahrbahn zu gelangen.

Von Christian Ziems

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