Luftkurort-Arendsee-GmbH ändert den Termin auf den 18. Mai

Kälte verschiebt Saisonbeginn in Arendsee

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Kaum eine Menschenseele verirrt sich ins Strandbad. Es ist kalt, die offizielle Eröffnung verzögert sich.

Arendsee – In dicken Jacken machen Rettungsschwimmer Danny Weber und Jörg Hefekerl gestern ihren Plan für den Tag. Es gibt noch viel auf dem Gelände zu tun. Bis gestern hieß es, dass das Bad am Freitag offiziell öffnet. Ans Baden ist aber aktuell nicht zu denken.

Um 10 Uhr wurden 7,3 Grad Lufttemperatur und 11 Grad Wassertemperatur gemessen. Für den 6. Mai nicht unbedingt ungewöhnlich, aber doch zu kalt, um an den geplanten Saisonstart im Strandbad am kommenden Freitag zu denken. Während der Beratung in der GmbH-Führung wurden dann gestern festgelegt: Der Badebetrieb beginnt am Sonnabend, 18. Mai, um 10 Uhr. Badebetrieb heißt, der Schwimmmeister ist eingesetzt. „Bis dahin ist das Strandbad trotzdem weiter offen. Täglich von 8 bis 18 Uhr, die Leute können auf die Seetribüne gehen und sich auch so im Strandbad aufhalten“, sagt GmbH-Geschäftsführer Michael Meyer. Kassiert wird mit Saisonbeginn. „Wir hoffen, dass es dann auch Badewetter gibt“, sagte er.

Doch im gleichen Atemzug zückt seine Mitarbeiterin Katrin Schrader die Wetter-App. 18 Grad Lufttemperatur sind für den 18. Mai vorausgesagt. Der Sommer lässt sich Zeit. Wenig Hoffnung auf ein volles Bad noch im Mai – und so warten die Tourismus-Vertreter der GmbH auf einen boomenden Juni. Wenn auch die „Queen“ nach umfangreicher Sanierung. Der Jahrhundertsommer im vergangenen Jahr hatte der GmbH so ganz ins Konzept gepasst. Viel Sonne, viele Besucher, so die einfache Gleichung des Erfolgs. Regnet es, bleiben die Tagesgäste aus, die inzwischen größte Fraktion der Urlauber in Arendsee.

Neues im Strandbad wird es nicht geben. Notwendige Reparaturen, wie an der Rutsche, sind passiert. Die Versorgung, in Vorjahren oft eine Archillesferse, scheint zu klappen.

Die Eintrittspreise werden erhöht (wir berichteten). Unter anderem auch die Familiensaisonkarte. 2018 kostete sie noch 75 Euro, die GmbH wollte ab 2019 dann 120 Euro. Das gab heftige Gegenwehr aus den Reihen des Stadtrates. Und so wurde der neue Preis geboren: 97,50 Euro kostet sie nun aktuell in diesem Jahr. Ein Kompromiss, könnte man meinen.

VON HARRY GÜSSEFELD

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