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Jugendliche pflanzen mehr als 8000 Bäume

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Die FÖJler und Gäste bei einem Rundgang im Harper Moor: Eine Woche lang waren 32 junge Leute im Raum Arendsee für die Umwelt im Einsatz. © Schwarz

Im Rahmen der Landesaktionswoche „Aktiv am Arendsee – FÖJ schützt nachhaltige Lebensräume“ stellten die Sprecherinnen des Freiwilligendienstes Ökologisches Jahr (FÖJ) in Sachsen-Anhalt, Miriam Knack-stedt, Anna-Sophie Neyer, Julia Sugijanto, Guilherme Ferreira de Mattos Nogueira sowie Tarja Weigang, bei einer Gesprächsrunde vor, was das FÖJ-Anliegen ist und was die Jugendlichen vom 28. März bis 1. April in Arendsee bewerkstelligt haben. Ein guter Anlass dafür war das 30-jährige Bestehen des Freiwilligendienstes in Sachsen-Anhalt.

Arendsee - Zu den Teilnehmern der Gesprächsrunde gehörten unter anderem der SPD-Bundestagsabgeordnete aus der Altmark, Dr. Herbert Wollmann, die SPD-Landtagsabgeordnete Juliane Kleemann, Vertreter der Stiftung Umwelt, Natur- und Klimaschutz, des Ministeriums für Wissenschaft, Energie, Klimaschutz und Umwelt, des Arendseer Betreuungsforstamtes sowie der Stadt Arendsee. Ihnen allen wurde die positive Entwicklung des seit 1991 in Sachsen- Anhalt angebotenen FÖJ dargestellt. Erklärt wurde auch, welche vielfältigen Möglichkeiten ein FÖJ bietet.

Zunahme des Umweltbewusstseins

„Das Umweltbewusstsein der jungen Menschen hat in den letzten Jahren nicht nur in Deutschland stark zugenommen. Dies sieht man nicht nur bei den Fridays for Future-Aktionen, sondern auch im privaten Leben, im Freundeskreis und an der Schule.“ Viele Freunde von ihr lebten heute vegetarisch oder vegan, berichtete Julia Sugijanto. Eine wichtige Rolle beim Umweltschutzgedanken spiele auch die Social Media-Präsenz von Umweltthemen nicht nur bei den Jugendlichen, wie sie sagte.

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Pflanzaktion: Insgesamt wurden mehr als 8000 neue Bäume gepflanzt. © Schwarz

Ein weiterer Schwerpunkt ihrer Präsentation war die Vorstellung erster Ergebnisse der Landesaktionswoche vom 28. März. bis 1. April „Aktiv am Arendsee – FÖJ schützt nachhaltige Lebensräume“. 32 Jugendliche aus ganz Sachsen-Anhalt hatten daran teilgenommen. Die Arbeitseinsätze fanden im und um das Arendseer Jugendwaldheim statt.

Wir möchten mit diesem Projekt, das Mensch und Tier zugutekommen soll, einen aktiven Beitrag zum Natur- und Umweltschutz leisten.

Tarja Weigang, FÖJ-Bundessprecherin aus Arendsee

In Zusammenarbeit mit dem Betreuungsforstamt in Arendsee wurden unter anderem mehr als 8000 neue Bäume am Grünen Band, im Bereich des Harper Moores sowie in der Wische auf 6,8 Hektar Schadflächen gepflanzt. Diese Flächen mussten, bedingt durch die jahrelange Trockenheit sowie Sturmschäden, beräumt werden und neu mit Lärchen, Esskastanien, Stieleichen sowie Vogelkirsche, aber auch mit Kiefern neu bepflanzt werden. Im Bereich des Grünen Bandes mussten kleine Kiefern entfernt werden, um den Heidecharakter der Landschaft um die Wirl-Spitze zu erhalten und nicht zuwachsen zu lassen.

Mehr Farbe für die Heimatorte

Im Jugendwaldheim wurden Nist- und Brutkästen für Vögel und Fledermäuse sowie Insektenhotels gebaut und aufgestellt. „Wir möchten mit diesem Projekt, das Mensch und Tier zugutekommen soll, einen aktiven Beitrag zum Natur- und Umweltschutz leisten“, betonte Tarja Weigang, FÖJ-Bundessprecherin aus Arendsee.

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Begutachten eine Samenkugel-Tüte mit regionalem Saatgut (v.l.): Miriam Knackstedt, Julia Sugijanto, Tarja Weigang. © Schwarz

Wie die FÖJler während eines Rundgangs auf der Pflanzstelle im Harper Moor berichteten, haben sie auch mehr als 250 Tüten mit Samenkugeln aus regionalem Saatgut gefüllt, das sich gut für brachliegende Flächen eignet. Zum Abschluss erhielten alle Teilnehmer eine Samenkugel-Tüte, damit sie mehr Farbe zur Freude von Mensch und Tier in ihre Heimatorte bringen können.

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