2. Sohn Gustav Nagels wurde 96 Jahre alt / Christine Meyer erinnert sich

Johannes Nagel gestorben

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Der damals 85-jährige Nagel-Sohn Johannes im Gespräch mit der Arendseer Heimatforscherin Christine Meyer. Das Foto entstand im „Deutschen Haus“.

Arendsee. Der zweite Sohn des Naturapostels und Wanderpredigers Gustav Nagel ist am Montag 96-jährig verstorben: Johannes Nagel lebte in Gartow und hatte am 20. Juli 1916 das Licht der Welt erblickt.

Der Verstorbene war neben Gottfried (verstorben in den 70-er Jahren) und Adolf (1943 gefallen) einer von drei gemeinsamen Söhnen Gustav Nagels, die ihm seine zweite Frau Johanne Nagel, geb. Raith, schenkte.

Christine Meyer, Nagelforscherin aus Arendsee, bedauert den Tod des Nagel-Nachfahren. „Aber er hat ein gesegnetes Alter erreicht, auch deshalb, weil er außerordentlich gesund lebte“, weiß die Arendseerin. Unzählige Male hatte sie den Nagel-Sohn im Wendland besucht. „Fleisch gab es nie“, erzählte sie gestern. So konnte davon ausgegangen werden, dass Johannes Nagel die gesunde Lebensweise seines Vaters fortführte.

Johannes Nagel war auch des Öfteren Gast in Arendsee. Unter anderem nahm er an einer Veranstaltung zum 50. Todestag seines Vaters im „Deutschen Haus“ teil.

„Johannes haben wir auch zu verdanken, dass die Streuobstwiese auf dem Nagelareal am Arendsee so wieder entstehen konnte, wie sie einst angelegt war“, erklärte die Nagelforscherin. Als ehemaliger Mitarbeiter in einer Baumschule wusste der Gartower genau, was wo einst gestanden hat. Es sei eine große Ehre gewesen, dass sich der Verstorbene Johannes Nagel kooperativ zeigte, wenn es in Arendsee um seinen Vater ging.

Johannes Nagel wird am Montag, 14. Januar, ab 14 Uhr in Gartow beigesetzt.

Von Harry Güssefeld

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