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Jörg Fuchs ist Seniorenbeauftragter in Arendsee

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Von: Detlef Güssefeld

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Ein älterer Mann mit grauen Haaren und dunklem Pullover sitzt an einem Tisch. In der Hand hält er seine Brille.
Jörg Fuchs während der Sprechstunde im Arendseer Rathaus. Auch wenn er „Seniorenbeauftragter“ heißt: Der Mann aus dem Ortsteil Schrampe versteht sich als Ansprechpartner für alle Einwohner der Gemeinde. © Harry Güssefeld

Er ist der Seniorenbeauftragte der Einheitsgemeinde Arendsee und möchte regelmäßig Sprechstunden für die älteren Bürger anbieten. „Eigentlich sind nicht nur Senioren angesprochen, sondern alle Bürger, die sich um die Belange der älteren Mitmenschen kümmern möchten und Ideen haben“, sagte Jörg Fuchs an seinem Schreibtisch. Jeden dritten Dienstag im Monat wird er zwischen 14 und 16 Uhr im Sitzungszimmer des Rathauses warten und diese Sprechstunde anbieten. Im Gespräch mit der AZ hat er seine Gedanken zur Seniorenarbeit schon einmal erläutert.

Arendsee – Ihm geht es unter anderem darum, dass die Arbeit der Volkssolidaritäts-Ortsgruppe weitergeführt werden kann. Deshalb wollen seine Frau und er sich stärker einbringen und mitarbeiten. Und Jörg Fuchs erklärt sich bereit, für den Vorsitz zu kandidieren. Am 24. Februar wird neu gewählt. Die derzeitige Amtsinhaberin möchte weiter im Vorstand sein, aber nicht als Chefin. „Wir müssen alles tun, dass diese Gemeinschaft mit rund 90 Mitgliedern weiter besteht“, erklärte Fuchs. Er will, auch wenn noch Corona-Regeln gelten, alles versuchen, Veranstaltungen wieder zu beleben, die es einst gab. „Die alten Menschen, die in der Volkssolidarität organisiert sind, waren eine große Familie. Inzwischen sitzen viele allein zu Hause“, bedauert Fuchs. Im Gespräch mit Vertretern des Altenheims in Arendsee wurde deutlich, dass der Gang in die Stadt über die Hohe Warte eine Katastrophe ist. „Die Leute müssen auf der Straße gehen, oder mit ihrem Rollstuhl oder Rollator die Fahrbahn benutzen“, sagte Fuchs. Er müsse eine Regelung geschaffen werden, die Gehwege so herzurichten, dass sie glatt und ordentlich sind. Und sicher: Die Idee, die Straße zu einer Einbahnstraße werden zu lassen, könnte für mehr Platz sorgen. Auch dass die Bewohner nicht an den See gelangen können, hat ihn nachdenklich gemacht. Der einst angedachte Weg vom Heim über den Hang an den See ist nicht mehr nutzbar. „Und den Prof.-Halbfass-Weg kann man nicht anbieten, weil er viel zu steil ist“, sagte der Seniorenbeauftragte. Da müssten Überlegungen nach Alternativen her. Fuchs unterstützt den Antrag, in Arendsee und für die Ortsteile Genzien und Gestien einen Ortschaftsrat einzurichten. Der Bürger müsse nun bald abstimmen, um nach den nächsten Kommunalwahlen ein solches Gremium etablieren zu können. „Aber es wäre fair, den Bürger vorher aufzuklären und zu informieren, worum es eigentlich geht“, mahnt Fuchs vor. Dass die Arendseer nicht wie die anderen Orte über finanzielle Mittel für Seniorenarbeit verfügen, ist für ihn nicht zu akzeptieren. Er will in der nächsten Zeit die Ortschaftsräte auf den Dörfern besuchen und sich vorstellen, um auch die Senioren in den Ortsteilen zu animieren, sich in die Seniorenarbeit einzubringen. Mit Hinweisen, Ideen oder auch tatkräftiger Unterstützung bei größeren Vorhaben. „Seit 23 Jahren wohne ich in Schrampe. Seitdem gab es nie einen Seniorenbeauftragten für Arendsee. Deshalb mache ich das“, erklärte Fuchs.

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