HSV-Fanclub „Arendseer Raute“ ist traurig, aber nicht am Boden zerstört

„Jetzt können wir auch mal aufsteigen“

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Paul-Gerhard Gerle (l.) und René Scheffer vom Vorstand des Fanclubs „Arendseer Raute“ mit der Fahne, die sie vom HSV zum fünfjährigen Bestehen des Fanclubs bekommen haben. 

Arendsee. „Wir sind nun abgestiegen, aber nicht verzweifelt.

Wir haben Hoffnung, dass es einen Neuanfang gibt und freuen uns, dass wir nun auch mal aufsteigen können“, so Paul-Gerhard Gerle und René Scheffer vom Fanclub „Arendseer Raute“ gestern im Gespräch mit der AZ. Der Abstieg, der erste in der 54-jährigen Geschichte des Vereins in der Bundesliga-Vereins, sei Tatsache, mit der ein Fan umzugehen in der Lage sein muss, sagen beide. Aber: Es zeige sich aktuell, dass die Fans, die Mehrheit der HSV-Anhänger, dem Verein auch in der 2. Liga treu sind. Paul-Gerhard Gerle, der im „Ständigen Arbeitskreis für Fanbetreuung“ aktiv ist, konnte gestern stolz berichten, dass seit dem Tag des Abstiegs bisher 1850 neue Mitglieder gezählt wurden. „Ihre Zugehörigkeit zum Verein zeigten auch bereits am Himmelfahrtstag rund 2000 HSV-Fans, die am Training vor dem Mönchengladbach-Spiel teilgenommen hatten“, so Gerle.

Die Loyalität, die die Anhänger dem Verein beweisen, wünsche man sich auch von den Spielern. „Es muss wieder Spielerpersönlichkeiten geben, die nicht nur zum Geldverdienen beim HSV vorbeischauen, sondern Helden, auf die die Fangemeinde stolz sein kann“, so René Scheffer. Es reiche nicht, das Logo zu küssen – im Herzen müsse jeder Spieler die Raute tragen. Und drei Euro mehr dürften nicht dazu führen, den Verein mal schnell wieder zu wechseln.

Für die beiden Arendseer ist klar, dass der HSV nach der nächsten Saison wieder erstklassig ist. „Meine Favoriten sind unser HSV und der 1. FC Köln“, meint Gerle. Er freue sich auf die Spiele gegen Paderborn, aber auch Magdeburg. „Mit dem Trainer, der leider nicht schon nach der Winterpause kam, ist eine gute Grundlage geschaffen“, erfuhr die AZ. Beide sprachen von einer Aufbruchstimmung, obwohl sie auch wissen, dass die 2. Liga kein Selbstläufer ist. Doch: Für den Wiederaufstieg gebe es keine vernünftige Alternative.

Unterdessen geht es daran, die Pläne des Fanclubs umzusetzen. „Wir feiern am 16. Juni auf dem Sportplatz am Harper Weg mit Weggefährten aus der Altmark und auch Niedersachsen den fünften Geburtstag unseres Fanclubs“, blickt Paul-Gerhard Gerle voraus. An dem Wochenende steigt auch die Fußballschule des HSV, die mit 80 Kindern schon voll ausgebucht ist. „Wir arbeiten so weiter, wie wir es auch tun würden, wenn der HSV nicht abgestiegen wäre“, so die Beiden, die sich gestern in Schale geworfen hatten. Sie verwiesen auf die neue Fahne anlässlich des Fanclub-Geburtstages, die sie bereits im Garten an der Seehäuser Straße gehisst hatten. Übrigens: Es geht auch weiter zu Spielen des Vereins. Am 27. Mai soll während eines Stammtisches ab 14 Uhr darüber gesprochen werden.

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