Rettungsdienst in erfahrenen Händen

Jens Dittberner ab Juli neuer Betriebsleiter des Arendseer Strandbads

Jens Dittberner, ab Juli Betriebsleiter des Arendseer Strandbads, vor dem Rettungshaus auf dem Steg an der Seetribüne.
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Jens Dittberner hat im Strandbad als künftiger Betriebsleiter die Verantwortung. Als Rettungsschwimmer hat er darüber hinaus die Sicherheit der Gäste im Blick.
  • Jens Heymann
    VonJens Heymann
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Jens Dittberner wird der neue Betriebsleiter im Strandbad Arendsee. Der 50-jährige Tangermünder hat ab 1. Juli den Rettungsdienst, die Pflege und das Kassieren unter sich. Donnerstag stellte er sich gegenüber der AZ auf dem Steg an der Seetribüne vor. Die restlichen Juni-Tage ist der langjährige Montageleiter lediglich nebenberuflich in Arendsee aktiv.

Arendsee – Donnerstag, bei rund 20 Grad Celsius in der Luft und im Arendsee, war die Besucherzahl gegen Mittag überschaubar. Jens Dittberner war aber dennoch gefragt. Ein Pflaster musste auf den Fuß eines Mädchens – auch das gehört zu den Aufgaben eines Rettungsdienstes. Bei den heißen Temperaturen am vergangenen Wochenende sei es richtig voll gewesen; da sei der 50-Jährige ständig am Überwachen der Badegäste gewesen. Interessant: Mit vielen Gästen sei es übrigens nicht gefährlicher als mit wenigen, hieß es. Denn wo viele Menschen baden, können diese im Notfalls selbst schnell helfen. Schwimmt jemand dagegen einsam seine Bahnen, ist zunächst niemand in der Nähe. Von einem Ernstfall berichtete Dittberner allerdings nicht; es habe bislang nur besagte Pflaster und ein paar Ermahnungen gegeben.

Arendsees Bürgermeister Norman Klebe und Sonja Nowak von der Luftkurort-Arendsee-GmbH sind froh, mit dem neuen Betriebsleiter für das Strandbad übereingekommen zu sein. Die vergangenen drei, vier Wochen seien alle Möglichkeiten sondiert worden, meinte Klebe. Manch andere Kommunen hätten mit ihren Freibädern ähnliche Probleme; ausgebildete und erfahrene Rettungskräfte zu bekommen, sei mittlerweile schwierig. Fünf bis sieben Personen würden in Spitzenzeiten im Strandbad benötigt, um den Badebetrieb sicherzustellen.

Mit Jens Dittberner hat Arendsee nun einen Fachmann gewonnen, der das Areal bereits kennt. Den Kontakt habe es schon vorher gegeben, erfuhr die AZ. Die Corona-Pandemie sei jedoch dazwischengekommen.

Der Tangermünder ist dem Wasser bereits seit vielen Jahren verbunden. Auch mit dem Tauchen kennt er sich bestens aus. Als Einsatzleiter für Lehrgänge der Deutschen-Lebens-Rettungs-Gesellschaft weiß er über den Arendsee Bescheid.

Auf dem Steg an der Seetribüne prangt deutlich der Hinweis, von dort nicht ins Wasser zu springen. Durch den deutlich niedrigeren Wasserstand ist das mittlerweile deutlich gefährlicher geworden. Der neue Betriebsleiter im Strandbad wird auch darauf ein Auge haben – wie bei jedem Wetter.

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