Siegfried Mertens aus Höwisch ärgert sich über Dreck und die Wendestelle

Jauche läuft auf die Straße

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Wasser und Gülle sind in dem Bereich an der Höwischer Straße eine Symbiose eingegangen, und bei Regen setzt sich das Gemisch vom Acker auf die Straße in Bewegung. Für den einzigen Anwohner ein Problem.

Höwisch. Eigentlich ist der Weg zum Haus von Siegfried Mertens eine ordentliche Asphaltpiste. Aber in den vergangenen Wochen hat sich der Höwischer, der abseits des Ortes wohnt, immer wieder geärgert.

Grund sind die enormen Misthaufen, die rechtsseitig auf einem Acker platziert wurden. 

In diesem Bereich muss ein großes Müllauto wenden. Das funktioniert nur unter erschwerten Bedingungen, wie es gestern hieß.

Nicht nur, dass die Berge schon seit Ende November dort liegen – es war vor allem der Starkregen, der dafür sorgte, dass dieses Wasser, vermischt mit Gülle, über den Nachhauseweg von Siegfried Mertens läuft. Und dass er auch mit dem Bürgermeister gesprochen hat, erzählte er gestern der AZ. „Es ist aber nichts passiert“, so der Höwischer gestern. Er habe wenigstens erwartet, dass der verantwortliche Landwirt aus dem Dorf mit dem Grubber oder der Egge derart aktiv wird, dass sich die Gülle nicht über den Weg ergießt. „Heute können wir etwas aufatmen, denn in der Nacht hatte es ausreichend gefroren, sodass Wasser und Gülle zu Eis erstarrt sind“, hieß es gestern.

„Manche mögen sagen, dass ich mich nur aufrege. Aber es ist mein Nachhauseweg, der schon seit Jahren keinen erkennbaren Fußweg mehr hat, und ich mich auf der Straße bewegen muss, wo man mich mit der Hupe regelmäßig auf die Grasnarbe verweist“, erzählt Siegfried Mertens. Er fühlt sich so ein wenig allein gelassen, dahinten in der Hausnummer 5.

Es gibt noch ein weiteres Problem, das nicht nur ihn, sondern auch die Fahrer der Versorgungsfahrzeuge ärgert. Beispielsweise die Müllfahrer, die den Müll an dem Weg rund 300 Meter vom Ort entfernt abholen müssen. Sie müssen wenden, und das ist auf der schmalen Straße schon recht mühsam. „Weil dort auch Holzstapel abgelegt sind, meckern die Fahrer immer wieder und zirkeln ihre Autos auf dem Platz, der sehr klein ist“, so Siegfried Mertens.

Von Harry Güssefeld

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