„Inständig geprüft und genehmigt“

Arendsee: CDU/SPD-Fraktion weist Kritik an Rodung am Waldheim zurück

Am Seeufer unterhalb des Waldheimgeländes wurden keine Bäume gefällt, sondern nur Unterholz, Gestrüpp, Unrat und Müll entfernt, sagt die CDU/SPD-Fraktion des Stadtrats Arendsee. 
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Am Seeufer unterhalb des Waldheimgeländes wurden keine Bäume gefällt, sondern nur Unterholz, Gestrüpp, Unrat und Müll entfernt, sagt die CDU/SPD-Fraktion des Stadtrats Arendsee.

Arendsee – Bürgermeister Norman Klebe und die CDU/SPD-Fraktion des Stadtrates von Arendsee melden sich in dem Streit um die Entfernung von Vegetation am Seeufer unterhalb des Waldheims zu Wort.

Wie Tino Zachhuber stellvertretend für die Fraktion gestern der AZ mitteilte, habe der Projektentwickler zuvor die notwendigen Anträge dafür gestellt. Diese seien von der Stadtverwaltung „inständig geprüft und genehmigt“ worden. „Es wurden auch gar keine Bäume gefällt, sondern nur Unterholz, Gestrüpp, Unrat und Müll entfernt“, so Zachhuber.

Deshalb sei hier die Stadt Arendsee zuständig gewesen und nicht der Landkreis. Die Arbeiten seien von einer Fachfirma außerhalb der Vegetationsphase und außerhalb des Naturschutzgebietes durchgeführt worden.

Scharf kritisiert die CDU/SPD-Fraktion öffentliche Äußerungen von Vertretern der AFD, es habe sich um eine „Abholzaktion entgegen aller Vorgaben“ gehandelt. Dies erzeuge ein völlig verzerrtes Bild in der Öffentlichkeit. „Ein Projekt von dieser Größenordnung mit knapp 90 geplanten Wohnungen und einem Hotel mit über 60 bzw. 90 Doppelzimmern kann von Investoren selbstverständlich nicht eigenmächtig durchgeführt werden“, stellt Zachhuber klar. Das Land Sachsen-Anhalt, der Altmarkkreis Salzwedel und auch die Stadträte der Stadt Arendsee würden fortwährend über die Entwicklungen auf dem Laufenden gehalten.

Den Vorwurf der Stadträtin Vilja Hanke (AfD), es handele sich um einen „Kahlschlag am Uferschutzstreifen“, durch den „eine weitere Wildbadestelle“ entstehen könne (die AZ berichtete), findet Zachhuber absurd: „Was soll denn eine ,Wildbadestelle’ sein? Der See gehört dem Land Sachsen-Anhalt. Es ist ein öffentlicher See und dort dürfen Bürger baden, auch außerhalb des Strandbades“, wundert er sich.

Die CDU/SPD-Fraktion der Stadt Arendsee sei mit der bisherigen Zusammenarbeit mit den Entwicklern des Waldheim-Projekts sehr zufrieden und den ortsansässigen Investoren dankbar. Das Vorhaben hätte eine große ökonomische und wirtschaftspolitische Tragweite für die Region.

Der ausgelichtete Uferstreifen wird Zachhuber zufolge jetzt neu, gezielt und nachhaltig bepflanzt. „Dazu musste vorher aufgeräumt werden“, so der Kommunalpolitiker. (Von Beate Achilles)

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