Älteste Patienten zuerst

Großer Andrang bei Corona-Impfungen in Arendsee

Ältere Frau erhält Corona-Impfbescheinigung
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Die 103-jährige Herta Krause aus Arendsee erhält ihre Corona-Impfbescheinigung
  • vonBeate Achilles
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Bei Dr. Karl und Dr. Moesenthin starteten gestern die Corona-Impfungen in altersmäßig absteigender Reihenfolge. Unterstützt wurden die beiden Arztpraxen vom Impfzentrum in Gardelegen.

Schon um 8 Uhr ging es gestern mit den Corona-Impfungen in den beiden Arztpraxen in Arendsee los. Bei Dr. Karl waren 72 Patienten im Alter von 84 Jahren und älter angemeldet. Beide Praxen hatten ihre Patienten altersmäßig absteigend zuvor aktiv eingeladen (wir berichteten). In der Praxis von Frau Dr. Moesenthin war der jüngste der 106 Impfpatienten, die gestern an der Reihe waren, 83 Jahre alt, die älteste Impfpatientin brachte es auf das stolze Alter von 103 Jahren.

Auch die Bundeswehr half mit

Bis 14 Uhr dauerte die Impfaktion bei Dr. Karl, bei Dr. Moesenthin bekamen die letzten Patienten gegen 16 Uhr ihre Spritze. Den Impfstoff des Herstellers Biontech brachte ein mobiles Impfteam aus dem Impfzentrum in Gardelegen nach Arendsee. Auch Soldaten und Soldatinnen der Sanitätsstaffel der Bundeswehr waren vor Ort, um das Impfteam zu unterstützen.

Geschwenkt aber nicht geschüttelt

Denn der Umgang mit dem auf minus 70 Grad gekühlten Impfstoff will gelernt sein. Wie Anna-Lena Biel vom Gardelegener Impfteam der AZ in der Praxis von Dr. Moesenthin erklärte, muss der Impfstoff in einer Kochsalzlösung aufgelöst werden. Dabei entstehe ein Unterdruck in der Spritze, der wieder auszugleichen sei und beim Vermischen dürfe nur geschwenkt, und nicht geschüttelt werden. „Beim zweiten Impftermin sollen die Praxismitarbeiterinnen das schon alleine können“, erläuterte Anna-Lena Biel. Am 24. März sollen die gestern Geimpften ihre zweite Impfdosis erhalten. Beide Arztpraxen berichteten von großer Impfbereitschaft ihrer Patienten.

Das Interesse an den Impfungen ist groß

„Bei uns haben fast alle Patienten Interesse geäußert, auch die jüngeren“, berichtete Dr. Anja Prellwitz-Haffner, die in der Praxis von Dr. Karl tätig ist. Die müssen sich aber noch ein wenig gedulden. Anna-Lena Biel hofft, dass die 70- bis 80-Jährigen im April geimpft werden können.

Unter 65-Jährige können sich gegenwärtig nur unter besonderen Voraussetzungen mit dem Astra Zeneca Impfstoff versorgen lassen. Diese Möglichkeit besteht für Menschen, die der Prioritätsgruppe zwei angehören. Dazu zählen unter anderem Personen, die ein besonders hohes Risiko für einen schweren Krankheitsverlauf haben. Impfberechtigt sind auch Kontaktpersonen von zu Hause lebenden Pflegebedürftigen und Menschen, die regelmäßig geistig oder psychisch Behinderte betreuen sowie bestimmte Berufgruppen. Nähere Informationen dazu gibt es unter https://www.impfterminservice.de im Internet.

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